Dintikon
Schulgelder belasten Budget

Massiv höhere Kosten für die Bildung dürften an der Gmeind zu reden geben.

Markus Christen
Drucken
Teilen
Dintikon hat schon ,mehrmals Einbürgerungsgesuche an der Urne abgelehnt.

Dintikon hat schon ,mehrmals Einbürgerungsgesuche an der Urne abgelehnt.

Peter Siegrist-Bild und Text

Das Gemeindebudget von Dintikon für das Jahr 2016 weist bei gleichbleibendem Steuerfuss von 95 Prozent einen Aufwandüberschuss von 389 000 Franken aus.

Neben Investitionen, über welche die Bevölkerung an der Gemeindeversammlung vom Donnerstag zu befinden hat, fallen insbesondere die markant höheren Schulgeldabgaben ins Gewicht.

Die Erhöhung der Schulgelder um insgesamt 15 Prozent sei hauptsächlich auf Verordnungsänderungen vonseiten des Kantons zurückzuführen, schreibt der Gemeinderat im Abstimmungsbüchlein der Gemeinde. «Ich kann mir vorstellen, dass diese Kostensteigerung an der Gemeindeversammlung für Diskussionsstoff sorgt», sagt Gemeindeammann Ruedi Würgler dazu. Dabei hält er jedoch fest, dass sich die Situation für die Gemeindefinanzen im Moment nicht als beängstigend darstelle. Trotzdem will man deren Entwicklung im Auge behalten. «Der Aufwandüberschuss zeigt uns an, dass wir mittelfristig Massnahmen ergreifen müssen, damit die Ausgaben unter Kontrolle bleiben.»

Der Gemeinderat hat, so Würgler, auch die Absicht die Höhe der Schulgelder laufend auf ihre Rechtfertigung hin zu überprüfen. «Die Abgaben sind beschlossen worden und wir haben sie zu tragen, das ist klar», sagt Ruedi Würgler. «Aber der Gemeinderat akzeptiert solche Kostenblöcke nicht ohne weiteres. Die Abgabe bleibt diskutabel und die Kosten werden intensiv beobachtet.»

Bevölkerung miteinbeziehen

An der Gemeindeversammlung vom Donnerstag hat die Stimmbevölkerung auch über einen Kredit für die Gesamtrevision der Bau und Nutzungsordnung über 180 000 Franken zu bestimmen. Die Revision ist gemäss dem Raumplanungsgesetz fällig und der Gemeinderat will sich im Zuge dieser Revision auch mit der Förderung einer attraktiven Dorfmitte befassen. «Konkrete Vorstellungen haben wir noch keine», so Ruedi Würgler. «Sollte so etwas wie die Schaffung einer Begegnungszone oder eines Dorfplatzes gewünscht sein, bieten sich am ehesten Plätze bei der Linde oder den Gemeindeliegenschaften an.» Doch will der Gemeinderat nicht einfach vorpreschen. Klar ist, dass die Dintiker bei einer künftigen Projektierung in die Entscheidungsfindung einbezogen werden. «Die Bevölkerung muss hinter einem solchen Projekt stehen und auch kritische Meinungen einbringen können», sagt Ammann Würgler.

Weitere Traktanden an der Gemeindeversammlung umfassen einen Kredit für die Sanierung der Werke und den Belag der Oberdorf- und der Hinterdorfstrasse sowie eine neu zu schaffende 50 Prozent-Stelle für das Bauamt. Mit der Teilrevision des Gebührenreglements für die Entschädigung von Einsatzkosten im Feuerwehrwesen soll sichergestellt werden, dass die Einsatzkosten der Feuerwehr künftig von den Verursachern kostendeckend getragen werden.

Aktuelle Nachrichten