Fahrwangen
Schüler lassen 300 Ballone als Zeichen des Neuanfangs in die Luft steigen

Mit Gesang und viel guter Laune wurde am Jugendfest auch das neue Schulhaus eingeweiht.

Seraina Ummel
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Jugendfest in Fahrwangen
9 Bilder
300 Ballone steigen als Zeichen des Neuanfangs in den Himmel
Fahrwangen dankt den vielen Sponsoren des Jugendfestes mit einer riesigen Tafel
Welcher Ballon wird wohl am weitesten fliegen
Voller Inbrunst singen die Schüler ihr Lied und feiern damit die Eröffnung ihres neuen Schulhauses
Die Erstklässler nehmen ihre Eltern im neuen Schulzimmer mit auf eine Reise durch das Alphabetenland
Für die Kleinen war das Jugendfest ein Tag voller guter Laune und Spass
Die Schüler laden ihre Eltern in ihr neues Schulhaus ein
Auf dem Sportplatz warten die rund 300 Kinder darauf, ihr eigenes Lied performen zu können

Jugendfest in Fahrwangen

Seraina Ummel

Mit drei Böllerschüssen um Punkt Viertel vor zehn Uhr wurde das Jugendfest auf dem Basketballplatz des Schulareals Fahrwangen explosionsartig eröffnet. Die Kinder kreischten, hielten sich die Ohren zu und blickten verdattert zum Himmel. Noch waren nur graue Wolken zu sehen. Bald darauf jedoch liessen die rund zweihundert Primar- und hundert Bezirksschüler bunte Ballone in den Himmel steigen. Sie standen symbolisch für einen kräftigen Neuanfang zum Schuljahresende.

Im Mittelpunkt des diesjährigen Jugendfestes der Seetalgemeinde stand nämlich die Neueröffnung des Primarschulhauses. Nachdem die Kinder während eines Jahres in provisorisch errichteten Containern unterrichtet wurden, konnten sie ihr frisch saniertes Schulhaus im Januar wieder beziehen. Umso gespannter waren die Eltern bis vorgestern darauf, selber wieder einmal durch den Schulhauseingang zu gehen und die Früchte der getätigten Renovationen zu begutachten. «Entstanden ist ein Schulhaus, das der heutigen Zeit entspricht», sagt Kurt Leuenberger, OK-Präsident des Jugendfestes.

Zu einer Neueröffnung jedoch gehört auch ein ebenso neu komponiertes Lied, dachte sich die Musikgrundschullehrerin Ingrid Michel. Sie kreierte Melodie und Text stimmig zum Anlass, und während die Kinder lauthals «Unsere Schule bleibt nicht so, sie wird ganz neu» sangen, hielten die gerührten Eltern den Auftritt ihres Sprösslings mit der Kamera fest.

Reise durchs Buchstabenland

Während die Schiessbuden im Lunapark noch geschlossen und auch die Putschi-Autos noch träge auf ihrem Parkplatz standen, folgten diverse Präsentationen der einzelnen Klassen im neuen Schulhaus. So nahmen beispielsweise die Erstklässler ihre Eltern und sogar Regierungsrat Alex Hürzeler mit auf eine Reise durch das Buchstabenland. Unbeeindruckt vom hohen Besuch begrüssten sie das Publikum in fünf Sprachen und führten es dann mit Zungenbrechern, Sprechgesängen und Mundharmonikas durch das Alphabet. Verabschiedet wurden die Besucher mit einem farbigen, selbst gebackenen Guetzli-Buchstaben. Zwischen den Vorstellungen blieb den Eltern und Angehörigen genug Zeit, das neue Schulhaus zu besichtigen. Noch immer hängt der Geruch frischer Farbe zwischen den weissen Wänden des Schulhauses, viel natürliches Licht durchflutet die Klassenzimmer. Immer wieder wurden die interaktiven Wandtafeln bestaunt, auf denen nicht mehr nur gerechnet, sondern auch gezeichnet, Musik gehört oder ein Film geschaut werden kann. Bemalte Gspängstli hängen vor dem Fenster, Papierblumen, bunte Drachen und Wundertüten aus Glitzerstoff vollenden das Bild des neuen, geräumigen und kinderfreundlichen Schulhauses.

Die Fahrwangener festeten ohne Kompromisse – mit diversen Wettbewerben wie der Bauolympiade, einer Tanzlektion von der Hip-Hop Schweizer Meisterin Gianina oder bei einem Teller Raclette. Mit viel Kinderlachen und bunten Dekorationen wurde das Schulhaus am Wochenende nun definitiv zum Leben erweckt.

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