Schafisheim
Schulanlage Schafisheim: «Lena» gewinnt den Projektwettbewerb

Ab 2017 benötigt die Schule Schafisheim dringend mehr Raum, um die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen. Für das Umbau- und Erweiterungsprojekt steht nun der Sieger fest. Die Investitionen sind beträchtlich.

Hanny Dorer
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Das sogenannte Gelbe Schulhaus wird um eine Etage aufgestockt, um zwei Klassenzimmer in Richtung Osten verlängert und auf der Nordseite mit dreiseitig verglasten, verandaähnlichen Gruppenräumen erweitert.

Das sogenannte Gelbe Schulhaus wird um eine Etage aufgestockt, um zwei Klassenzimmer in Richtung Osten verlängert und auf der Nordseite mit dreiseitig verglasten, verandaähnlichen Gruppenräumen erweitert.

ZVG

Die Schofiser Schule ist definitiv zu klein, hat zu wenig Klassenzimmer und verfügt nicht über genügend Gruppenräume. Um die beste Lösung zu finden, führte der Gemeinderat einen Architekturwettbewerb für Um- und Erweiterungsbauten der Schulanlage durch. Am Montagabend stellte er der Bevölkerung das Siegerprojekt «Lena» der Arbeitsgemeinschaft Rohrbach Wehrli Pellegrino mit Lukas Imhof Architekten vor.

102 Prozent ...

... und nicht wie ursprünglich angenommen 105 Prozent (bisher 98 Prozent) soll der Steuerfuss der Gemeinde Schafisheim für das Jahr 2015 betragen.

«Für uns ist es das Richtige», stellte Gemeindeammann Dölf Egli fest. Bei den grob geschätzten Kosten von 11,5 Mio. Franken – plus/minus 25 Prozent – bestehe allerdings noch Optimierungsbedarf. «So viel ‹vermögen› wir nicht», bekannte er.

Nicht weniger als 36 Architekturbüros reichten ihre Bewerbungsunterlagen für die Präqualifikation ein; sieben wurden zur Teilnahme eingeladen und reichten fristgerecht ihre Projekte ein.

Aufstocken und Anbauen

«Subtiles Weiterbauen am Bestand ist das Leitmotiv» heisst es im Projektbeschrieb von «Lena». Weitergebaut wird am Gelben Schulhaus, indem es gegen Osten um die Länge von zwei Klassenräumen erweitert und gleichzeitig um eine Etage erhöht wird. Der Skaterplatz muss der Erweiterung weichen und wird verlegt. Der Korridor weitet sich gegen Norden in eine Abfolge von erkerartigen, 43 Quadratmeter grossen Gruppenräumen aus. Die Aufstockung erfolgt mit einem Holzbau; dank der vorfabrizierten Elemente wird die Bauzeit relativ kurz.

105 Prozent ...

... werden es aber ab 2016 sein, um die Investitionen für Strassenbau und Schulanlagen zu finanzieren.

Das Blaue Schulhaus erhält im Süden einen Kopfbau für die Bibliothek im Erdgeschoss (mit separatem Eingang) sowie den Lehrerbereich im Obergeschoss. Ergänzt werden die Eingriffe durch eine Neugestaltung der Ecke, an der das Gelbe und das Blaue Schulhaus zusammentreffen. Ein gut 50 Quadratmeter grosser Eingangsraum mit Galerie und Überhöhe führt die beiden Flügel harmonisch zusammen.

Die Tatsache, dass die Anbauten an den Enden der beiden Schultrakte geplant sind, erleichtert die Etappierung, wies Architekt Lukas Imhof auf einen wesentlichen Vorteil des Projekts hin. Die Bauarbeiten können ohne grosse Einschränkungen des Schulbetriebs durchgeführt werden.

Mit «Lena» erhält die Schule Schafisheim 5 weitere Klassenzimmer, 8 Gruppenräume, 2 Sprachzimmer, 1 vergrössertes Lehrerzimmer sowie eine Bibliothek. Zudem gibt es mehr Parkplätze für Autos und Velos.

Ausserordentliche Gmeind

Auch wenn man sich umgehend ans Ausarbeiten eines Projektierungskredits macht, reicht die Zeit nicht aus, um den entsprechenden Kreditantrag der bevorstehenden Wintergemeindeversammlung zu unterbreiten. Doch die Zeit drängt, denn spätestens auf Beginn des Schuljahres 2017 müssen die neuen Räume zur Verfügung stehen.

«Wir werden nach den Skiferien, im Februar/März 2015, für den Projektierungskredit eine ausserordentliche Gemeindeversammlung einberufen», erläuterte der Gemeindeammann das weitere Vorgehen. Der Baukredit könnte dann im Oktober 2015 gesprochen werden.

Um die beträchtlichen Investitionen für Strassenbau und Schulhaus-Neubau zu finanzieren, wird der Steuerfuss für das Jahr 2015 von bisher 98 auf 102 Prozent und nicht, wie an der Sommergmeind angekündigt, auf 105 Prozent erhöht.

2016 komme man jedoch nicht mehr um Erhöhung auf 105 Prozent herum, gab Gemeindeammann Dölf Egli an der Vorstellung des Projektes bekannt. «Das muss aber reichen», bekräftigte er.