Lenzburg

Schlossgeischter-Nacht: Das Verkleiden für den Ball ist wieder in

Die Schlossgeischt-Schränzer sind mit der 18. Schlossgeischter-Nacht in Lenzburg farbenfroh in die Fasnachtssaison gestartet.

Die Schlossgeischt-Schränzer Lenzburg sind zwar im letzten Jahr weit gereist, doch am Samstag traten sie wie gewohnt um Mitternacht an ihrer Schlossgeischter-Nacht auf, und zwar in einem neuen Outfit. Bereits zum 18. Mal hat die Lenzburger Guggenmusik ihren Fasnachtsball organisiert und wiederum traten Guggen aus der ganzen Schweiz auf, darunter die Horeschränzer aus Zermatt. Die Partybesucher, die meisten von ihnen verkleidet, feierten ausgelassen, tanzten zu den Kakophonien der Guggenmusiken und zur Schunkelmusik des DJs auf den Bänken und genossen einen fröhlichen Abend mit Freunden.

Im letzten September erlebten die Schlossgeischt-Schränzer ein grosses Abenteuer: Sie traten am Tourismusfestival im chinesischen Schanghai auf. «Das war einmalig», erzählte Sebastian Wilhelm, Präsident der Schlossgeischt-Schränzer. Zwar sei nachher in der Region nicht gerade das Guggenfieber ausgebrochen, doch die Resonanz sei gross gewesen. «Wir hatten viele Anfragen für Auftritte. Und an der grossen Reise nahmen nicht nur aktive Mitglieder der Guggenmusik teil, sondern auch ehemalige und zur Verstärkung einige externe Spieler. «Diese Kontakte sind sehr wertvoll und sie werden bestehen bleiben», erklärte Sarah Weichselbraun, die Vizepräsidentin der Gugge.

Solch grosse Pläne haben die Schlossgeischt-Schränzer in nächster Zeit nicht mehr. Neben dem Guggentreffen und dem Kinderfasnachts-Umzug am 1. und 2. März in Lenzburg werden sie an einigen Anlässen in der Region auftreten. Sodann werden sie auch noch an der Fasnacht in Unterägeri im Kanton Zug teilnehmen.

«Farbefroh onderwägs»

Nachdem sie zwei Saisons lang in einem volkstümlichen Bergsteiger-Kostüm aufgetreten sind, setzen die Schlossgeischt-Schränzer dieses Jahr auf Farbe. «Farbefroh onderwägs» ist das Motto und die Kostüme schillern in Neonfarben: Die Posaunisten tragen blaue Gwändli, die Trompeterinnen gelbe und die Rhythmusgruppe kommt in Orange daher. Ergänzt werden die Farben durch verschiedene Musterstoffe mit Sternen oder Streifen. Die Gesichter sind kunstvoll geschminkt und nehmen Farben und Muster der Kostüme auf.

Das vorangehende Outfit mit dem Bergsteiger-Kostüm führte zu der Freundschaft mit den Horeschränzern aus Zermatt. Diese waren bereits vor zwei Jahren an der Schlossgeischter-Nacht dabei und traten auch heuer wieder auf. Die Schlossgeischt-Schränzer weilten letztes Jahr zu einem Gegenbesuch im Wallis, doch der Auftritt am Fasnachtsball fiel dem Schnee zum Opfer. Wegen der drohenden Strassensperre mussten die Lenzburger bereits am frühen Abend wieder abreisen.

Die Zermatter Guggenmusiker genossen ihren Auftritt im Aargau. «Hier wird die Fasnacht mehr gelebt als im Wallis, die Leute gehen mit und tanzen auf den Bänken», meinte Myrielle Steffen, Mitglied der Horeschränzer. «Die meisten Gäste kommen hier verkleidet an einen Fasnachtsball, das ist bei uns leider nicht mehr der Fall.» Sarah Weichselbraun von den Schlossgeischt-Schränzern bestätigte den Trend. «Seit etwa zehn Jahren sind wieder viel mehr Masken hier und es ist schön, zu sehen, dass sich die Leute Gedanken machen, wie sie an der Fasnacht auftreten wollen.»

Meistgesehen

Artboard 1