Sie leuchtet zart rosa und duftet verführerisch und intensiv fruchtig: Die neueste Züchtung von Richard Huber aus Dottikon wurde im Rahmen des 38. Internationalen Rosenseminars und der 54. Jahrestagung der Gesellschaft Schweizerischer Rosenfreunde am Freitagnachmittag auf Schloss Wildegg auf den Namen eben dieses Gebäudes getauft.

Leider konnte der für seine wunderbaren Rosen berühmte Richard Huber aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Rosentaufe teilnehmen, obwohl diese die Krönung von rund zehn Jahren intensiver Arbeit bedeutet. Es war deshalb seine Tochter, Diana Huber, die den Rosenfreunden die neue Sorte vorstellte. «Die Rosenzucht ist eine faszinierende Arbeit, das Resultat jedoch nie voraussehbar. Wenn zwei duftende Rosen gekreuzt werden, heisst das noch lange nicht, dass die Nachkommen auch duften.» Bei der «Schloss Wildegg» ist dies jedoch perfekt gelungen.

Die neue Rose ist eine Kreuzung zwischen der robusten Heidefeuer als Mutter und der wohlduftenden Rose Abraham Darby als Vater.

Eine Rosentaufe sei ein ausserordentliches Ereignis für einen Regierungsrat, vor allem im prächtigen Rahmen der Schlossanlage, würdigte Landammann Alex Hürzeler den Anlass. Ein Rosengarten sei ein Ort der Ruhe und Besinnung, der Farben und Düfte. Der Rosengarten auf Schloss Wildegg wurde 1811 nach französischen und italienischen Vorbildern errichtet und wird unentgeltlich von den Rosenfreunden gepflegt und bepflanzt. Sie durften für ihre Arbeit einen herzlichen regierungsrätlichen Dank entgegennehmen.

Anschliessend hatten die Gäste Gelegenheit, das Schloss, die Gartenanlage Pro spezie rara und den Rosengarten zu besichtigen.