Tierschutz
Schloss Wildegg: Die Voliere wird doch nicht geschlossen

Die Stiftung Schlossdomäne Wildegg krebst zurück: Die Voliere wird nun doch nicht per Ende März geschlossen. Der Stiftungsrat hofft, dass sich eine externe Trägeschaft für die Fortführung der Voliere mit einer artgerechten Tierhaltung findet.

Merken
Drucken
Teilen
Die Voliere auf Schloss Wildegg soll geschlossen werden
11 Bilder
Peter Heuberger (hier mit Nymphensittich Joggeli) verliert mit der Voliere seinen Lebensinhalt. Bild: Toni Widmer
Voliere auf Schloss Wildegg
Voliere auf Schloss Wildegg
Voliere auf Schloss Wildegg
Voliere auf Schloss Wildegg
Voliere auf Schloss Wildegg
Voliere auf Schloss Wildegg
Voliere auf Schloss Wildegg
Voliere auf Schloss Wildegg
Voliere auf Schloss Wildegg

Die Voliere auf Schloss Wildegg soll geschlossen werden

AZ

Der Mitte Februar kommunizierte Entscheid, die Voliere auf Schloss Wildegg per Ende März aus Tierschutzgründen zu schliessen und die dort lebenden Vögel anderweitig zu platzieren, stiess bei einer breiten Bevölkerungsschicht auf Unverständnis. Der Protest schlug sich auch in den Leserbriefspalten der az Aargauer Zeitung und in den Online-Kommentaren auf www.aargauerzeitung.ch nieder.

Nun krebst der Stiftungsrat der Schlossdomäne zurück. Er hat beschlossen, den Schliessungsentscheid auf Ende 2011 zu verschieben, heisst es in einer Mitteilung.

«Die Solidaritätswelle für den Fortbestand der Voliere hat deutlich gemacht, dass die lokale Bevölkerung zu den seit Jahrzehnten unveränderten Vogelkäfigen neben dem Schlossfelsen und zu deren Bewohnern eine starke emotionale Bindung entwickelt hat.»

Stiftungsrat erhielt Hilfsangebote

Beim Stiftungsrat sind – neben zahlreichen «Missfallenskundgebungen» – offenbar auch einige Hilfsangebote eingegangen. Der Stiftungsrat hofft nun, dass sich bis spätestens Ende Oktober eine neue Trägerschaft findet, die das Fortführen der Voliere mit einer artgerechten Vogelhaltung übernehmen wird.

Fest steht jedenfalls, dass der Stiftungsrat und Museum Aargau die Voliere nicht selbst weiterführen werden. Dies, weil die Haltung von exotischen Vögeln den «zentralen Werten» der Schlossdomäne in Bezug auf den nachhaltigen Umgang mit der Tier- und Pflanzenwelt widerspricht, wie es in der Mitteilung heisst.

Tierschutzverfehlungen beheben

Weiter will der Stiftungsrat die gröbsten Tierschutzverfehlungen bis Ende März beheben lassen. So sollen unter anderem die Vögel auf ihren Gesundheitszustand untersucht und die Anzahl Vögel den vorhandenen Raumkapazitäten angepasst werden.

Auch soll der Personalbestand zur Betreuung der Voliere aufgestockt werden - allerdings zu Lasten des bestehenden Schlosspersonals. (bau)