Lenzburg
Schloss Lenzburg erhält für drei Jahre ein Gerüst

Aus Sicherheitsgründen wird Schloss Lenzburg die nächsten drei Jahre eingerüstet: Damit können Schlossfelsen und Schlossmauer saniert werden.

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Schloss Lenzburg

Schloss Lenzburg

AZ

Nachdem sich unterhalb des Schlosses im vergangenen Herbst einige Steine gelöst hatten, wurden der Schlossfelsen und die Schlossmauern durch Spezialisten im Auftrag der Stadt und des Kantons untersucht.

Wie die Stiftung Schloss Lenzburg und der Stadtrat Lenzburg in einer gemeinsamen Mitteilung melden, zeigte die Untersuchung, dass der Schlossfels geologisch aus zwei unterschiedlichen Gesteinsschichten besteht: Die oberen Partien setzen sich aus kompaktem Sandstein und Muschelsandsteinschichten der Oberen Meeresmolasse zusammen, während der untere Teil des Schlossfelsens aus loseren Sandsteinschichten besteht, die deshalb rascher verwittern.

Dieser untere Teil ist an verschiedenen Stellen zurückgewittert, während der darüber liegende verwitterungsresistentere Muschelsandstein Vorsprünge gebildet hat. Die untere witterungsanfällige Schicht soll durch eine Vormauerung vor Witterungseinflüssen geschützt werden.

Gerüst bei der Südbastion

Das Stadtbauamt sperrte bereits im Frühjahr diese Absturzbereiche umgehend ab, entfernte die Sitzbänke in den heiklen Bereichen, und die Spezialisten ergriffen Sofortmassnahmen, um weitere Schäden an Fels und Mauern zu verhindern.

In enger Zusammenarbeit zwischen Kanton und Stadt Lenzburg sind die Sanierungsarbeiten geplant worden, welche gestern Montag mit den Vorbereitungen zur Gerüstmontage begannen.

Zwischen Fahnenburg und Rittersaal (im Bereich der Südbastion) wird während den nächsten rund 4 Wochen das Gerüst erstellt. Dieses Gerüst ermöglicht, den Zustand des Felsens und der Mauern in diesem Sommer und Herbst im Detail archäologisch und bautechnisch zu untersuchen.

Stellenweise lose Steine in der Schlossmauer werden gesichert. Während rund drei Jahren werden anschliessend unter Einbezug der Denkmalpflege die Sanierungsarbeiten im Bereich zwischen Fahnenburg und Ritterhaus (Südbastion) vorangetrieben.

Das Gerüst wird während dieser Zeit dauernd stehen bleiben; einerseits um den Fachspezialisten einen leichteren Zugang zu den Mauern und Felsen zu ermöglichen, andererseits um die Sicherheit auf dem Rundgang zu gewährleisten.

Der Rundgang um das Schloss bleibt voraussichtlich während den Sanierungsarbeiten zum grössten Teil begehbar. Ebenso wenig wird der Betrieb auf dem Schloss und im Museum eingeschränkt. (az)

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