Sommerferien

Schatzsuche auf dem Lenzburger Gofi: Der Verein Umweltplattform organisiert eine «Slow Safari»

Juliane Weigel posiert mit dem Schatz, den sie auf dem Lenzburger Gofi versteckt hat.

Juliane Weigel posiert mit dem Schatz, den sie auf dem Lenzburger Gofi versteckt hat.

Der Verein UP-Umweltplattform hat für den Corona-Sommer eine Ersatzlösung für die Daheimgebliebene entwickelt. Eine der zwanzig sogenannten Slow Safaris findet im Aargau statt: Auf dem Lenzburger Gofi kann ab sofort nach dem versteckten Schatz gesucht werden.

Eigentlich hätte Juliane Weigel in diesem Sommer eine Reise nach Irland mit dem Zug geplant. Wie bei vielen anderen auch, fielen ihre Pläne jedoch Corona-bedingt ins Wasser. Der Verein UP – Umweltplattform hat nun eine Ersatzlösung für all diejenigen entwickelt, die ihre Sommerferien in diesem Jahr in der Schweiz verbringen.

Dazu wurden 20 sogenannte Slow Safaris in der ganzen Schweiz ins Leben gerufen. «Entstanden ist die Idee durch Corona, normalerweise organisiert UP eher auf lokaler Ebe- ne Workshops, Aktionen und Events in verschiedenen Städten, bei denen Menschen erfahren, dass Handeln für den Planeten einfach ist», so Weigel. «Durch Corona haben viele damit begonnen, lokal einzukaufen und sich für nachhaltige Fortbewegung zu interessieren. Dies möchten wir mit den Slow Safaris stärken.»

Schatzsuche zu Fuss, mit dem Velo oder Trottinett

Ziel jeder Safari ist es, einen Schatz zu finden, den das Team von UP versteckt hat. Einen definierten Startpunkt gibt es nicht. Gestartet wird direkt von zu Hause aus. Die Karten zu den Safaris sind auf der Website des Vereins zu finden. Die einzige Regel bei der Suche: Man bewegt sich langsam vorwärts. Das heisst, man wandert, nimmt das Velo, Trottinett oder anderes.

«Mit den Slow Safaris möchten wir den Menschen schöne Orte zeigen, die mit dem Flugzeug oder Auto teilweise gar nicht zu entdecken sind», sagt Weigel. Die 23-Jährige ist für die Slow Safari im Aargau zuständig, sie hat den Gofi als Ziel ausgewählt. «Der Gofi ist für mich der perfekte Ort zum Durchatmen und Entschleunigen. Man kann die Schlossbesucher-Massen hinter sich lassen und ist plötzlich der Natur so nah», so Weigel, die seit zwei Jahren in Lenzburg lebt.

Die Schatzkiste wird regelmässig neu bestückt

Wo genau der Schatz auf dem Gofi versteckt ist, verrät sie nicht. «Es soll ja eine Überraschung bleiben.» In Lenzburg haben bereits 50 Personen den Schatz gefunden und sich in das beiliegende Logbuch eingetragen. Enthalten ist ausserdem auch ein kleines Geschenk für jeden Finder. Damit die Schatzkiste nie leer wird, geht Weigel alle paar Tage auf den Gofi und bestückt sie wieder.

Wer den Schatz findet, kann ausserdem bis zum 10. August an einem grossen Gewinnspiel teilnehmen. «Dafür kann einfach ein Bild der Schatzsuche mit dem Hashtag #slowsafari auf Insta­gram oder Facebook geladen werden. Wer keine sozialen Medien nutzt, kann uns das Bild natürlich auch per Mail schicken», sagt Weigel. Ziel der Slow Safaris sei nicht nur der Umweltschutz, wie Weigel erklärt: «Wir möchten die Menschen dazu ermutigen, sich und dem Planeten etwas Gutes zu tun und die Natur zu erkunden.» (asu)

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