Holderbank

Schaf von Aargauer Bauernverbands-Präsident geschlachtet: Dieb zu sechs Monaten Haft verurteilt

Asylbewerber wegen Schafs-Diebstahl verurteilt

Der Beitrag von "Tele M1" zum Fall des geschlachteten Schafs.

Vergangenen Herbst stahlen zwei abgewiesene Asylbewerber ein Schaf des Aargauer Bauernverbands-Präsidenten und schlachteten es. Der Haupttäter wurde jetzt zu sechs Monaten Haft verurteilt.

Im vergangenen Herbst wurde bei einem Polizeieinsatz in einem Kühlschrank in der Asylunterkunft Holderbank zufällig ein frisch geschlachtetes Schaf entdeckt. Wie sich herausstellte, gehörte das acht Monate alte Tier dem Aargauer SVP-Grossrat und Bauernverbands-Präsident Alois Huber. Es wurde am Tag zuvor von seiner Weide in einer Nachbargemeinde gestohlen. Der Schafdieb und sein Komplize, zwei abgewiesene Asylbewerber, wurden gefasst.

Nun wurde der Haupttäter zu sechs Monaten Haft und 800 Franken Busse verurteilt, wie "Tele M1" berichtet. Für das gestohlene Schaf soll Alois Huber 300 Franken bekommen. Laut der Staatsanwaltschaft des Kantons Bern, welche für Verfahren gegen abgewiesene Asylbewerber zuständig ist, hatte der 33-jährige Pakistani bereits einiges auf dem Kerbholz: Gewalt und Drohung gegen Behörden und auch Diebstahl.

Zum verurteilten Asylbewerber sagt Alois Huber: "Ich habe mich erschrocken, dass er überhaupt noch auf freiem Fuss gewesen ist, als er mir das Schaf gestohlen hat." Seines Wissens musste der Täter bereits eine Woche vor dem Diebstahl und eine Woche nach dem Diebstahl vor Gericht.

Trotz des Diebstahls möchte der Schafzüchter so weiter machen wie bisher: "Es kann immer etwas passieren. Eine 24-Stunden-Bewachung, tagsüber auf der Weide und in der Nacht im Stall, das liegt gar nicht drin. Das können wir nicht, das wollen wir nicht. Ich glaube, das will niemand." Der Mittäter, der damals 35-Jährige aus Myanmar, wird mit 800 Franken Busse bedingt bestraft. Dies, weil er bei der Tat nur zugeschaut hat. (mos)

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