Der «Lebensraum» legt schon wieder zu. An der Vorstandssitzung von dieser Woche stimmten die Delegierten des Gemeindeverbandes der Aufnahme der Gemeinde Sarmenstorf als neuem Mitglied einstimmig zu.

Damit steigt die Zahl der angeschlossenen Gemeinden am 1. Januar 2017 auf 25 an, nachdem zu Beginn des laufenden Jahres bereits Leutwil dem «Lebensraum Lenzburg Seetal» beigetreten ist. Der Verband wurde 2013 von 23 Gemeinden gegründet.

Mit dem Beitritt von Sarmenstorf als Doppelmitglied wird die Struktur des «Lebensraums» noch vielfältiger, sind doch nun Gemeinden aus den vier Bezirken Lenzburg, Kulm, Muri und Bremgarten dabei. Sarmenstorf, als Mitglied der Regionalpolizei Lenzburg schon bestens mit der Region verbunden, hat den Anschluss von sich aus gesucht: An der Gemeindeversammlung vom 17. Juni dieses Jahres stimmte der Souverän dem Beitritt zu.

Ja zu Strategieplanung

Die Mitgliederzahl steigt, doch wie soll die Region Lenzburg-Seetal künftig wachsen? Die Vorstandsmitglieder stimmten nicht nur dem Budget 2017 (Umsatz 435 000 Franken; Ertragsüberschuss 4000 Franken) zu, sondern genehmigten in einem separaten Traktandum einen Kredit von 12 000 Franken für den Anstoss einer «Strategischen Planung».

Mit diesem Betrag löst man ein Mehrfaches an Geldern des Kantons aus, um in den nächsten Jahren ein Konzept für die Standort- und Wirtschaftsförderung auszuarbeiten. Sei man hier zu passiv, werde man früher oder später unter die Räder kommen, hält LLS-Geschäftsführer Jörg Kyburz gegenüber der az fest. Unter dem Titel «Wirtschaftsraum Lenzburg Seetal» konnte man dafür beim Kanton ein weiteres Projekt der Neuen Regional-Politik (NRP) auslösen.

Dass nicht alle «Lebensraum»-Vorhaben erfolgreich abgeschlossen werden können, zeigte die schickliche Beerdigung des Projektes eines Freizeit-Radweges um den Hallwilersee; ohne Gegenstimme, bei einer Enthaltung wurde dem Abbruch der Übung zugestimmt. «Für mich eine ernüchternde Angelegenheit», fasste LLS-Präsident Daniel Mosimann dieses Geschäft zusammen.