Es geht vorwärts mit den Vorarbeiten für die Sanierung des Seetalschulhauses. Nachdem die Wintergmeind 2013 Ja gesagt hatte zum Kredit von 3,6 Millionen Franken, liegt nun das Baugesuch auf. Anfang Juli soll dann mit den Sanierungsarbeiten begonnen werden, wie die Baukommission auf Anfrage mitteilt.

Die Sanierung dauert voraussichtlich bis April 2015. Die Schüler werden in dieser Zeit in provisorischen Räumen unterrichtet, die Ende Juni 2014 bezogen werden. Für diese hatte die vergangene Wintergmeind zusätzliche 300 000 Franken bewilligt.

Die Sanierung ist dringend nötig, denn das 109 Jahre alte Seetalschulhaus genügt den Anforderungen an einen modernen Schulbetrieb nicht mehr. Unter anderem werden alle Wasserleitungen, sanitären Anlagen, Fenster, Storen sowie die Elektroanlage ersetzt.

Ausgetauscht wird auch die Heizung, wobei die Fernwärmezuleitung bestehen bleibt. Zudem ist vorgesehen, die Raumaufteilung neu zu gliedern, um ein Lehrer- und Sitzungszimmer mit neuer Küche zu realisieren sowie fünf Gruppenräume zu den jeweiligen Klassenzimmern. Letztere werden neu ausgestattet. Eingerichtet werden auch Büros für Schulsozialarbeit, Heilpädagogik, Schulleitung und Sekretariat.

Um die Rollstuhlgängigkeit zu garantieren, wird ein Aufzug sowie ein Treppenlift eingebaut. Innen und aussen bekommt das Gebäude schliesslich einen neuen Anstrich. Zudem werden Umgebung und Pausenplatz neu gestaltet. Nach Abschluss der Sanierung wird das Seetalschulhaus Platz für sechs Oberstufenklassen der Kreisschule Lotten bieten.

Kosten von 50 Millionen bis 2040

Die Sanierung des Seetalschulhauses ist der Auftakt zu eine Reihe weiterer Investitionen im Bildungsbereich. Rupperswil schätzt die Kosten für Sanierungsprojekte, Neubauten und Landerwerbe bis 2040 auf rund 50 Millionen Franken, was langfristig eine Erhöhung des Steuerfusses nach sich ziehen wird.

So ist wegen der steigenden Bevölkerungszahl und als Folge der Umstellung auf das Schulsystem 6/3 mindestens ein neues Schulhaus nötig sowie langfristig eine neue Mehrzweckhalle. Ein Projektkredit von rund 400 000 Franken für das neue Schulhaus war an der Wintergmeind 2013 bereits genehmigt worden. Der Neubau wird auf 18 Millionen veranschlagt.