Schafisheim
Sanierung der Strassen unumgänglich – Das Dorf soll dabei ländlich bleiben

Der Kanton Aargau will mit Strassensanierungen auch das Ortsbild von Schafisheim erhalten. Die Kosten belaufen sich 17 Millionen Franken. Die Gemeinde hat 46 Prozent zu übernehmen. Die Bevölkerung stimmt an der Wintergmeind darüber ab.

Ruth Steiner
Merken
Drucken
Teilen
Der bäuerliche Akzent entlang der Hauptstrasse soll bewahrt werden.

Der bäuerliche Akzent entlang der Hauptstrasse soll bewahrt werden.

EFU

25 Jahre ist es her, seit an den Schofiser Strassen gebaut wurde. Damals wurde die Seetalstrasse durch den Ort saniert und ein Trottoir eingebaut. So konnte die Sicherheit für die Fussgänger massiv verbessert werden.

In der Zwischenzeit hat der Verkehr pro Jahr gegen zwei Prozent zugenommen. Laut Messungen des Kantons rollen täglich rund 11'000 Fahrzeuge auf der Seetalstrasse durch den Ort Richtung Autobahn, Lenzburg und ins Seetal. «Jetzt sind die Strassen wieder abgenutzt, machen eine Sanierung unumgänglich», erklärte der beim Departement Bau, Verkehr und Umwelt zuständige Projektleiter Mathias Blaser an der Informationsveranstaltung vom Montag.

Der Kanton plant, die Ortsdurchfahrt der Seetalstrasse und der Streckenabschnitt innerorts der Lenzburgerstrasse mit einem lärmoptimierten Belag zu versehen. Gleichzeitig mit diesen Bauvorhaben soll der vor bald zwei Jahren provisorisch in Betrieb genommene Kreisel am Kehrbrunnenplatz nun definitiv erstellt werden.

Geplante Strassensanierungen in Schafisheim

Geplante Strassensanierungen in Schafisheim

Aargauer Zeitung

Der zuständige Gemeinderat André Kreis betonte, man wolle keinesfalls eine Rennbahn erstellen. So will man am Dorfeingang mit «Eingangstoren», das sind Inseln, die in der Fahrbahnmitte angelegt werden, Fahrzeuglenker zwingen, das Tempo zu drosseln. Auch für Fussgänger und Velofahrer soll die Situation im vom Durchgangsverkehr stark belasteten Dorf weiter verbessert werden.

Die Zebrastreifen werden mit Mittelinseln ergänzt, der Radwegübergang bekommt eine Querungshilfe. Bei der Durchfahrt soll sich der Ort künftig noch schöner präsentieren. Der beim Kanton zuständige Landschafts-Architekt Daniel Schneider will dabei die bisherigen Merkmale von Schafisheim stärker akzentuieren. Besonders aufgefallen seien ihm «die stark landwirtschaftlich geprägten Räume und die vielen Brunnen.» Wie diese Verschönerung aussehen soll, ist noch offen.

Baustart frühestens 2016

Gleichzeitig mit der Strassensanierung durch den Kanton wird die Gemeinde Wasserleitungen ersetzen, die Werkleitungen um den Kehrbrunnenplatz neu legen und die bisher aufgeschobene Neugestaltung des Gemeindeplatzes vornehmen.

Bis die ersten Baumaschinen auffahren, dauert es noch mindestens zwei Jahre. «Frühester Baubeginn ist im zweiten Semester 2016», sagte Projektleiter Blaser. Der Baustart im Dorf ist gekoppelt an den Baufortschritt beim Kreisel Schoren ab. Dort müssen die Arbeiten zu diesem Zeitpunkt abgeschlossen sein.

Die Sanierung der total 2,2 Kilometer langen Hauptstrassenabschnitte inklusive der vorgesehenen Ausbauarbeiten kostet rund 17 Millionen Franken. Davon muss die Gemeinde 46 Prozent tragen. Der Gemeinderat hat beim Bund bereits ein Gesuch um Agglomerationsbeitrag gestellt. «Für Schafisheim bleibt jedoch ein happiger Brocken zu stemmen», sagte André Kreis. Die Bevölkerung hat über die Vorlage an der Wintergmeind im November zu bestimmen.