Lenzburg

Russische Musik verkürzt das Warten auf das Jugendfest

Bis zum Jugendfest Lenzburg dauert es noch drei Tage.

Bis zum Jugendfest Lenzburg dauert es noch drei Tage.

Die Serenade stimmte die Einwohner aufs Jugendfest ein: Wegen des Gewitters fand sie im Rittersaal und nicht im Schlosshof statt.

Neben der Eigenart, stattzufinden, wenn alle andern fast eine Woche Ferien hinter sich haben, gehört zum Lenzburger Jugendfest ein ganzer Strauss von Veranstaltungen, die im Vorfeld auf den schönsten Tag im Jahr einstimmen.

Den traditionellen Auftakt machte auch diesmal der Musikverein mit der Jugendfest-Serenade auf dem Schloss. Angesichts der zahlreichen Wetter-Apps, die deckungsgleich mit den dräuenden Gewitterwolken nichts Gutes verhiessen, war diesmal schnell klar, dass im lauschig-stimmungsvollen Schlosshof höchstens der vorgängige Apéro abgehalten werden konnte.

Das Konzert, diesmal ausschliesslich mit Werken von russischen Komponisten bestritten, fand im Rittersaal statt. Die Entscheidung, hinter die dicken Mauern und unters sichere Dach zu flüchten, erwies als richtig, denn mit den ersten Takten setzte draussen Donnergrollen ein und heftige Böen verhudelten selbst die robusten Bäume im Hof.

Beat Wälti, der musikalische Leiter des Musikvereins, verstand es einmal mehr, ein abwechslungsreichen Programm zusammenzustellen, das in seiner Leichtigkeit und seinen teilweise schalkhaften Stücken Freude auf die Jugendfestwoche weckte.

Nachdem die als Gastformation eingeladenen Blechbläser der Bläserphilharmonie Aargau anstelle von Mussorgskis «Bilder einer Ausstellung» mit zwei Quintetten von Sergei Prokofjew und Wiktor Ewald brillierten, gab es für die meisten Konzertbesucher mit Glinka, Borodin und Cui lauter Neuentdeckungen zu machen.

Traditionelles gibt es diese Woche in Lenzburg noch genug.

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