Rupperswil
Rupperswiler Wasserfahrer taufen zwei neue Boote

Am Rupperswiler Aarefest hat der Wasserfahrverein zwei Weidlinge getauft. Diese stammen von der Armee und waren in 150 Stunden restauriert worden.

Markus Christen
Merken
Drucken
Teilen
Der restaurierte Weidling mit Namen «Robischwil» nimmt Tempo auf. Das Boot ist rund zehn Meter lang und wiegt gut 400 Kilogramm.

Der restaurierte Weidling mit Namen «Robischwil» nimmt Tempo auf. Das Boot ist rund zehn Meter lang und wiegt gut 400 Kilogramm.

Markus Christen

Kraft, Ausdauer und Teamgeist waren gefragt an der Schlagrudermeisterschaft. Der Wettkampf war sonntäglicher Bestandteil des alle zwei Jahre stattfindenden Aarefestes des Wasserfahrvereins Rupperswil, bei dem die Festbesucher mit Felchenfilets und Hecht-Menüs kulinarisch verwöhnt werden.

Als Wettkampfboote bei der Schlagrudermeisterschaft dienten die zwei restaurierten und kurz zuvor getauften Weidlinge, die nun einem ersten Belastbarkeitstest unterzogen wurden. In 4er-Teams und im Schweisse ihres Angesichts trotzten die rudernden Aarefest-Besucher der Flussströmung.

Von der Ehrfurcht, die dabei dem unberechenbaren Temperament des neptunischen Elements entgegengebracht wurde, zeugten die selbst gewählten Teamnamen. Mit der «Titanic 2», den «Gondolieren» und den «3 Rupperswiler und 1 Anker» triumphierte ein lockerer Defaitismus über den unbändigen Siegeswillen.

Einen grossen Spass stellte die Schlagrudermeisterschaft allemal dar und dem Wasserfahrverein bot sich die Möglichkeit, die Bevölkerung mittels aktiver Beteiligung an den geliebten und enthusiastisch ausgeübten Sport heranzuführen.

Hecht ist Spezialität des Hauses

«Wir sind mit dem Festverlauf absolut zufrieden», erklärte Stefan Knörr, zweiter Fahrchef des Wasserfahrvereins. «Am Samstag waren das Festzelt und die Festbänke zeitweise bis auf den letzten Platz besetzt.»

Auch am Sonntag herrschte im Festzelt reger Betrieb. Bereits kurz vor 13 Uhr wurde das Hechtangebot auf der grossen Speisekarte über der Verkaufstheke überklebt. Die Spezialität des Hauses war ausverkauft.

Dies bot Gelegenheit, sich ans Aareufer zu begeben, wo die Taufe der zwei Weidlinge auf dem Programm stand. Die Boote, deren Neupreis je ungefähr 20 000 Franken beträgt, konnten von der Armee günstig übernommen werden.

Historische Namen für Boote

Insgesamt 150 Stunden dauerte die aufwendige Restauration der beiden Weidlinge, bei der die Wasserfahrvereinsmitglieder Roland Joho und J-C Weiersmüller Löcher stopften und das militärische Feldgrau durch die Rupperswiler Farben Blau und Weiss ersetzten.

Fündig auf der Suche nach aussagekräftigen Namen für die Boote wurde Roland Joho in einem Geschichtsbuch. Die historischen Gemeindenamen «Robischwil» und «Gaueschtei» machen die aarefahrenden Weidlinge zu einem Bindeglied zwischen den zwei Uferdörfern.

Als Taufpaten waren Claudia Klein-Kübler, Vizeammann von Rupperswil, und Peter Anderau, Vizeammann von Auenstein, geladen. «Es ist ein schönes Zeichen, dass die Weidlinge die historischen Gemeindenamen tragen», sagte Anderau.