Rupperswil

Rupperswil investiert fast 4 Millionen in Chindsgi-Projekte

Ruedi Hediger, Beatrice Köbeli und Heinz Burger zeigen die Pläne, den Kindergarten in Rupperswil auszubauen

Ruedi Hediger, Beatrice Köbeli und Heinz Burger zeigen die Pläne, den Kindergarten in Rupperswil auszubauen

Die Gemeinde präsentierte ihre Kindergarten-Projekte: den Neubau an der Schweizistrasse und die Sanierung am «Alten Schulweg». Diese sind bitter nötig, da per August 2012 eine weitere Kindergartenabteilung eröffnet wird.

Gemeindeammann Ruedi Hediger begründete die Massnahmen letzten Donnerstag im Gemeindesaal den Rupperswilern so: «Die Kinderzahlen steigen an, weil östlich der Seetalstrasse rege gebaut wird.» Per August 2012 müsse die Gemeinde eine weitere Kindergartenabteilung eröffnen können. Hediger: «Da die Gemeinde seriös planen will, soll die neue Abteilung voraussichtlich für ein Jahr in einem Provisorium untergebracht werden.» Im letzten November genehmigte die Gemeinde einen Projektierungskredit mit dem Auftrag, den Kindergarten «Alter Schulweg» zu sanieren und dort allenfalls eine weitere Abteilung unterbringen zu können. An der Gemeindeversammlung Ende Monat liegen die Vorlagen zur Abstimmung auf.

Projekt in zwei Etappen

In der ersten Etappe sollen an der Schweizistrasse zwölf Aren Land gekauft werden. Diese Fläche reicht laut kantonalen Richtlinien für drei bis vier Kindergartenabteilungen aus. Darauf soll ein unterkellerter Neubau des Architekten Heinz Burger mit 500 Quadratmetern Fläche erstellt werden. Neben dem Hauptraum sind ein Raum für Gruppen, einer für Geräte, ein Mehrzweckraum und eine Küche vorgesehen. Das Gebäude erfüllt in vielen Bereichen den Minergie-Standard.

Es soll mit Holzschnitzeln und Gas beheizt werden. Die Heizzentrale und der Tank für die Holzschnitzel werden im ehemaligen Volg-Gebäude untergebracht sein. Die Heizzentrale wird alle anstössigen Gebäude der Gemeinde mit Wärme beliefern. Der Aussenbereich des Kindergartens soll mit einem Wasserlauf, einem Erdhügel und Baumstämmen gestaltet sein und die Kinder zu vielfältigem Spiel anregen.

Insgesamt fast 4 Millionen investiert

In der zweiten Etappe soll der Kindergarten «Alter Schulweg» saniert werden: Dabei ist geplant, die Heizung zu ersetzen und an die Heizzentrale anzuschliessen sowie eine Lüftung mit Wärmerückgewinnung einzubauen. Die sanitären Anlagen sollen erneuert und das Gebäude im Innern isoliert werden. Die Garderoben werden ins Untergeschoss verlegt, damit Platz für eine Küche und einen Gruppenraum gewonnen wird. Beim Eingang ist ein Windfang geplant.

In einer ersten Etappe sollen an der Schweizistrasse mit 2,75 Millionen Franken das Grundstück, das Gebäude, die Betriebseinrichtung und die Aussenanlage finanziert werden. Davon belaufen sich die Gebäudekosten auf 2,13 Millionen Franken. Die zweite Etappe beim «Alten Schulweg» kostet insgesamt 1,24 Millionen Franken. Für den Kindergarten sind 995000 Franken, für die Heizung 245000 Franken vorgesehen.

In die Zukunft denken

Ruedi Hediger sagte, dass die Gemeinde mit dem 3,99 Millionen teuren Vorhaben langfristig plane. «Das Gebäude «Alter Schulweg» zu sanieren, ist günstiger, als es abzureissen», sagte Hediger, «zudem besitzt es durch seinen Baustil und als ehemaliger Herrschaftssitz des Untervogts historischen Wert.» Der spezielle Charakter am alten Schulweg bleibe dadurch erhalten. Bei Bedarf könnte später der Estrich im «Alten Schulweg» ausgebaut werden.

Fragen warf der Ausgang des Kindergartens auf die stark befahrene Schweizistrasse auf. Ein Tor am abgewinkelten Ausgang und beispielsweise eine Kette sollten die Kinder schützen, welche ab August 2013 dort ein und aus gehen werden. Ein Jahr später dürfte der Kindergarten «Alter Schulweg» fertig saniert sein.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1