Grundwasser
Rupperswil, Hunzenschwil und Staufen planen ein Grundwasserpumpwerk im Suret-Wald

Die drei Gemeinden sind in den letzten Jahren stark gewachsen. Um den Grundwasserbezug zu sichern, soll ein neues Grundwasserpumpwerk gebaut werden. Während die Sondierbohrungen laufen, muss über die Finanzierung noch abgestimmt werden.

Urs Helbling
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Um die Grundwasserversorgung zu sichern, wollen die drei Gemeinden künftig gemeinsam pumpen. (Symbolbild: Keystone)

Um die Grundwasserversorgung zu sichern, wollen die drei Gemeinden künftig gemeinsam pumpen. (Symbolbild: Keystone)

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Die drei Gemeinden Rupperswil, Hunzenschwil und Staufen wollen ein gemeinsames Grundwasserpumpwerk bauen. Es soll in den Suret, in den grossen Wald zwischen Buchs und Rupperswil, zu liegen kommen. Aktuell werden Sondierbohrungen gemacht. Die Anteile am Gesamtprojektierungskredit von 580'000 Franken sind für die Sommergemeindeversammlungen traktandiert. Rupperswil und Staufen haben ihre Versammlungen coronabedingt bereits auf den 2. September respektive ein noch nicht bekanntes Datum verschoben. Hunzenschwil hofft noch, den Entscheid am ursprünglich geplanten Termin, dem 26. Juni, fällen zu können.

Alle drei Gemeinden sind in den letzten Jahren stark gewachsen. Sie haben heute zusammen 13'500 Einwohner – Tendenz weiter steigend. Hunzenschwil bezieht sein Wasser bereits heute aus Rupperswil. Die beiden anderen Dörfer haben das Problem, dass ihre bestehenden Grundwasserpumpwerke Martiloo (Rupperswil) und Bleichimatt (Staufen) nur noch über kurze Konzessionen verfügen – als Übergangslösung, bis etwas Neues da ist. Im Fall von Martiloo war diese Entwicklung absehbar: Rund um das Pumpwerk im Rupperswiler Schachen sind in den letzten Jahren viele Wohnhäuser gebaut worden. Zudem wurden die Gesetzesvorschriften des Bundes massiv verschärft. Dies hat zur Folge, dass neu viel mehr Liegenschaften in der ausgeweiteten Schutzzone 2 liegen und die strengeren Auflagen zur Sicherstellung des Grundwasserschutzes einen unverhältnismässigen Aufwand mit sich ziehen würden. Langfristig rechnet sich deshalb die Errichtung einer neuen Grundwasserfassung viel besser.

Staufen muss fast die Hälfte zahlen

Ein neues Grundwasserpumpwerk geht ins Geld: Das zeigt alleine schon die Höhe des Projektierungskredites von 580'000 Franken. Den Löwenanteil wird mit 266'000 Franken Staufen übernehmen. Die Standortgemeinde Rupperswil muss 175'000 Franken beisteuern und auf Hunzenschwil entfallen 139'000 Franken.