Die Einwohnergemeinde Rupperswil hat 2016 einen Verlust von 2,08 Millionen Franken eingefahren. Einnahmen von 17,1 Mio. stehen Ausgaben in der Höhe von 19,2 Mio. gegenüber. Budgetiert war ein kleines Plus von 2300 Franken. Das Defizit wird mit Eigenkapital gedeckt.

Ein Grund für den Taucher ist Tobi B: 2008 hatte der damals 17-Jährige eine Prostituierte ermordet. Er musste vier Jahre hinter Gitter, die Maximalstrafe im Jugendstrafrecht. Mit dem 22. Geburtstag hatte der Dirnenmörder die Strafe abgesessen. Wegen Rückfallgefahr wurde aber eine fürsorgerische Unterbringung in der Strafanstalt Lenzburg angeordnet. Für diese muss Rupperswil 500 Franken pro Tag zahlen. Die Gemeinde hat das Pech, dass Tobi B. im Dorf gewohnt hat. Zwischen August 2012 und Ende 2016 sind Kosten von 728 000 Franken angefallen. Diese belasten die Rechnung der Gemeinde.

Belastet wurde das Geschäftsjahr zudem durch unerwartet tiefe Einkommens- und Vermögenssteuern. Diese fielen 1,1 Millionen tiefer aus als budgetiert – obwohl knapp 100 Personen mehr zugezogen sind als angenommen. Die Steuerkraft pro Einwohner sank per Ende 2016 auf 2022 Franken (2014: 2324 Fr.). (pi)