Oberes Seetal
Rücktritt vor Amtsantritt: Kreisschule sucht neuen Präsidenten

Weitere Turbulenzen an der Kreisschule Oberes Seetal, dem Schulverband von Meisterschwanden, Fahrwangen, Sarmenstorf und Bettwil: Die Kreisschulpflege verliert ihren designierten Präsidenten. Roger Sigg tritt kurzfristig zurück.

Pascal Meier
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Die Kreisschule Oberes Seetal sucht einen neuen Präsidenten.

Die Kreisschule Oberes Seetal sucht einen neuen Präsidenten.

Roger Sigg aus Meisterschwanden, der das Präsidium am 1. Januar 2014 von der Sarmenstorfer Schulpflegerin Lotti Lojacono hätte übernehmen sollen, hat laut Informationen der Aargauer Zeitung bereits wenige Wochen vor der Amtsübergabe seinen Verzicht erklärt.

Die Kreisschulpflege setzt sich aus Vertretern der örtlichen Schulpflegen der vier Verbandsgemeinden zusammen. Roger Sigg tritt gleichzeitig auch aus der Schulpflege Meisterschwanden aus. Dies «aus Zeitgründen», wie er auf Anfrage sagte. Deshalb ist nun eine Ersatzwahl nötig.

«Die Kreisschule Oberes Seetal befindet sich in einem Prozess der Neuorientierung, was sehr komplex und zeitintensiv ist», so Roger Sigg.

Kreisschule kämpft mit Problemen

Tatsächlich steht es mit der Kreisschule Oberes Seetal mit den beiden Sek-/Realschul-Standorten in Meisterschwanden und Sarmenstorf sowie der Bezirksschule in Fahrwangen nicht zum Besten (die az berichtete).

Der Unterricht an den einzelnen Schulen funktioniert zwar, doch das Konstrukt der gemeinsamen Kreisschule wird im Alltag oft zu wenig gelebt und auch organisatorisch gibt es mehr Doppelspurigkeiten als Gemeinsames.

Vor allem in Sarmenstorf und Meisterschwanden ist die Oberstufe stark in die örtliche Primarschule eingebunden, was ein regionales Zusammenwachsen der drei Kreisschul-Standorte erschwert.

Unter anderem aus diesen Gründen kassierte die Kreisschule im Herbst 2011 bei der externen Schulevaluation eine «Rote Ampel». Das heisst: Die minimalen Vorgaben des Kantons sind hier nicht erfüllt.

Zudem gibt es Differenzen zwischen den Verbandsgemeinden, in welcher Form – und vor allem mit wie vielen Standorten – die Kreisschule in die Zukunft geführt werden soll.

Denn mit dem Wechsel auf das Schulmodell 6/3 werden am gemischten Sek-/Realschul-Standort Sarmenstorf nur noch drei Klassen geführt, was pädagogisch schlecht ist. Die Verbandsgemeinden können sich aber nicht auf eine Zusammenlegung der Schulen oder andere Formen einer neuen Schulstruktur einigen.