Die erste Etappe in der erweiterten Lenzburger Kiesgrube mit einer Kapazität von 160 000 Kubik Material ist bald ausgebeutet. Nahtlos wird nun die 2. Etappe vorbereitet. Voraussetzung dazu ist die Rodung einer weiteren Waldfläche in direktem Anschluss. «Das Waldbild ändert sich damit massiv, der Holzschlag ist von einer ausserordentlichen Grössenordnung», sagt Stadtoberförster Frank Haemmerli.

Am Rupperswilerweg werden ab nächster Woche 400 Silven (Kubikmeter Stehendmass) gefällt, vor allem Fichten, allgemeines Laubholz und Buchen. Die Arbeiten sollen bis Mitte Dezember fertig sein, wenn die Bodenbedingungen günstig sind. Der Querweg vom Kieswerk Richtung Rupperswil wird aufgehoben, die Verbindung ist sichergestellt und wird neu signalisiert.

Abbau beginnt im März

Der «Kahlschlag» schmerzt, doch wird an dieser Stelle nach vollendetem Abbau wieder Wald wachsen. Genau so wie bei der ersten Etappe, wo die Auffüllung des Loches demnächst schrittweise erfolgt. Das aus der Region zugeführte Aushubmaterial wird wieder mit Waldboden bedeckt, welcher als begrünter Wall am Grubenrand aufgeschüttet ist, wie Werkmeister Michael Sutter erläutert. Der Abbau in der neuen Grube wird ab März stattfinden.

Bis anno 2028 müssen beide Etappen aufgeforstet sein. Für den Forst bedeutet das einen Ausfall der Holzproduktion für rund 15 Jahre. Die Forstdienste Lenzia sind für die Holzfällerei zuständig, das Kieswerk für die eigentliche Rodung mit der Beseitigung der Wurzelstöcke und dem Aushub und der Lagerung des Humus. Die Arbeiten werden von Fachleuten überwacht. Ein (Ab-)Baugesuch war nicht nötig, der Kanton hat die 2. Etappe bewilligt.