Staufen
Riesenmuffins und züngelnde Flammen

Schulkinder stellten beim Jugendfestumzug Sujets wie Silvesterfeuer, Muffins oder Trübeligarten gelungen dar. Wegen des Unwetters musste das Fest am Abend vom Zelt in die Turnhalle verlegt werden.

Sibylle Haltliner
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Jugendfest Das Näschtle ist eine Tradition, die besonders Hochzeitspaaren gefällt.
Jugendfest Mit blossen Füssen hat man früher Trauben gestampft. Das Balancieren auf dem Wagen ist nicht immer einfach.
Jugendfest Früher gab es auch ein weisses Jugendfest mit Blumenkränzli.
Jugendfest Matterziit: Bernhard Matter trägt selbstverständlich einen grossen Sack über der Schulter.
Jugendfest Im Herbst findet jeweils ein Räbeliechtliumzug statt. Am Jugendfest bestehen die Lampions aus Pappmaché.
Jugendfest Der Kelch ziert das Wappen von Staufen.
Jugendfest Staufen hat eine vielfältige Theatertradition. Dazu gehören auch viele Requisiten.
Jugendfest Die Landwirtschaftstradition lebt in Staufen noch, zum Beispiel mit Hofläden und Sonnenblumenfeldern.
Jugendfest Für das Silvesterfeuer braucht es Brennholz, damit die Flammen zingeln können.
Jugendfest Die Kindergärtler als Jüngste zeigen das älteste Bauwerk von Staufen, die Staufbergkirche.
Jugendfest Mit Kessi, Schürzen und Sonnenhut geht's ab in den Trübeligarten, damit die Hero feine Konfitüre machen kann.
Jugendfest Eine Mostpresse und Körbe mit richtigen und unechten Äpfeln haben die Dritt- und Viertklässler dabei.
Jugendfest Das Freilichttheater "Vatto, der Zeitwanderer" lebt nochmals auf.
Jugendfest Die Dritt- und Viertklässler haben zum Thema Backen aus Blumentöpfen, Bauschaum und Pappmaché Riesenmuffins gebastelt.

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eMer stönd alli zäme, Chlii und Gross vo Staufe.» Was diese Zeilen aus dem neuen Jugendfestlied aussagen, zeigte sich auch am Fest selbst: Wer nicht selbst am Umzug mitmachte, säumte die Strassen und freute sich an den hübschen Sujets der Klassen. Auch viele Vereine wie Schützen, Schwinger, Frauenchor, Turnverein waren mit dabei. Die Tambouren führten den Umzug an, die Zapfenmusik sorgte für die musikalische Unterhaltung.

Das Jugendfest stand unter dem Motto «Tradition trifft Kreation». Die Kindergärtler als Jüngste zeigten ein Modell des ältesten Monuments des Dorfes, der Staufbergkirche. Auf die lebendige Theatertradition machten gleich mehrere Sujets aufmerksam: Schülerinnen und Schüler, die Vatto – den Zeitwanderer – darstellten, trugen Sandalen und einen Lorbeerkranz auf dem Kopf; Bernhard Matter war an seinem grossen Sack zu erkennen.

Länger Aufbleiben

Auch zu verschiedenen Dorftraditionen wie dem Näschtle oder dem Silvesterfeuer hatten sich die Klassen etwas einfallen lassen; sie trugen Körbe mit Blumen oder zogen auf einem Wagen Brennholz mit. Dass in Staufen früher ein Trübeli-Garten lag, der feine Beeren für die Hero-Konfitüre lieferte, zeigten die Kinder, die mit karierten Schürzen und umgehängtem Kessi auftraten. Die zwei Buben, die in grossen Zubern barfuss Trauben stampften, mussten sich gut festhalten, um auf dem Leiterwagen das Gleichgewicht zu halten.

Die Dritt- und Viertklässler hatten sich in das Thema «Mosten und Backen» vertieft und aus Blumentöpfen und Bauschaum Riesenmuffins gebastelt. Rahel und Anina gefiel dabei besonders das Dekorieren mit den überdimensionalen Schokostücken aus Pappmaché. Für das Sujet «Mosten» hatten die Schüler Äpfel gebastelt. «Wir haben am Umzug auch richtige Äpfel verteilt und mussten darauf achten, dass wir nicht die unechten verschenken», erzählten Egon und Mattia. Alle vier Kinder genossen es, dass sie sich in den letzten Tagen vor allem auf das Jugendfest vorbereiten durften und sie freuten sich auf die Bahnen im Lunapark. «Am Abend blinken sie so schön und wir dürfen länger aufbleiben», erklärten sie begeistert.

Unwetter: Wechsel in die Turnhalle

Das Unwetter vom Samstag konnte die Festfreude nicht trüben. «Wir haben das Gewitter kommen sehen und konnten alle Festbesucher auffordern, das Zelt zu verlassen und sich in die Turnhalle und das Schulhaus zu begeben. Dort konnten die Spiele für die Kinder weitergehen», erklärte Katja Früh Haas, Präsidentin der Jugendfestkommission, am Sonntagmorgen. «Grössere Schäden gab es keine, sogar die Bögen im Dorf sind alle stehen geblieben.»

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