Beinwil am See

Revision der Bau- und Nutzungsordnung geht erst in einem Jahr wieder vors Volk

Das 1,93 Hektaren grosse «Tschuepli» ob der Kirche soll überbaut werden.

Das 1,93 Hektaren grosse «Tschuepli» ob der Kirche soll überbaut werden.

In Beinwil am See erweisen sich die vom Souverän verlangten Änderungen komplexer als gedacht. Aktuell finden auf kommunaler Ebene die letzten Gespräche über eine «Tschuepli»-Lösung statt.

Beinwil am See ist im ersten Halbjahr 2020 um 35 auf 3377 Einwohner gewachsen. Am 1. Juni standen 75 Wohnungen leer. Die Bautätigkeit ist nach wie vor gross. Aber die Bevölkerung wünscht sich eine Verlangsamung. Das hat sie im Dezember an einer Gemeindeversammlung, an der es ausschliesslich um die Revision der Bau- und Nutzungsordnung (BNO) ging, klar zum Ausdruck gebracht.

Der Souverän hat die Prüfung von Rückzonungen sämtlicher unüberbauter Parzellen in der Wohnzone W2b verlangt. Ausgenommen ist einzig das Gebiet «Tschuepli», das aber von einer faktischen Mehrfamilienhaus- in eine Landhauszone herabzuklassieren ist.

Die entsprechenden Arbeiten sind am Laufen. Aber sie sind komplizierter und zeitintensiver als ursprünglich gedacht. Der Gemeinderat hofft jetzt, die abgeänderte BNO der Wintergemeindeversammlung 2021, also in einem Jahr, vorlegen zu können.

Mitwirkungsverfahren und öffentliche Auflage in einem Rutsch

Gemeindeammann Peter Lenzin hat am Montag, unter ­Verweis auf die laufenden Gespräche, nicht gesagt, wie viel W2b-Land zur Auszonung vorgeschlagen wird und wie das «Tschuepli»-­Problem gelöst werden soll. Beim «Tschuepli» sperrt sich der Kanton wegen der geforderten niedrigen Ausnutzung gegen die Landhauszone.

Aktuell finden auf kommunaler Ebene die letzten Gespräche über eine «Tschuepli»-Lösung statt. Der Gemeinderat hofft, den Planungsbericht bald genehmigen und die BNO noch dieses Jahr dem Kanton zur definitiven Vorprüfung zustellen zu können. Im Frühling sollen dann in einem Rutsch das Mitwirkungsverfahren und die öffentliche Auflage stattfinden. (uhg)

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