Rupperswil

Renoviertes Schulhaus weckt alte Erinnerungen

Das 109-jährige Gebäude wurde aussen aufgefrischt und im Inneren vollständig umgestaltet und auf den neuesten technischen Stand gebracht.

Das 109-jährige Gebäude wurde aussen aufgefrischt und im Inneren vollständig umgestaltet und auf den neuesten technischen Stand gebracht.

Am Tag der offenen Türen erhielt die Bevölkerung einen Einblick in das umgebaute Seetalschulhaus

Nur neun Monate dauerten die Renovationsarbeiten beim Seetalschulhaus im Zentrum von Rupperswil. Bereits nach den Frühlingsferien konnten Oberstufenschüler und Lehrpersonen der Kreisschule Lotten die neuen Räumlichkeiten beziehen.

Am Samstag nun lud die Gemeinde die Bevölkerung ein, an einem Tag der offenen Türen einen Einblick zu nehmen in das 109 Jahre alte Gebäude, das äusserlich aufgefrischt und im Innern vollständig umgestaltet und auf den neuesten technischen Stand gebracht wurde.

Dabei erwies sich das Schulhaus als Hort von Erzählungen. Eltern, die mit ihren Kindern die Klassenzimmer besichtigten, berichteten von der eigenen Schulzeit. Mit Gesten wurden die ehemaligen Umrisse der Räume nachgezeichnet. Generationen tauschten sich aus.

1906 wurde das Seetalschulhaus errichtet. Architekt Markus Müller vom Architekturbüro Müller und Holliger, das sich für die Umbauarbeiten verantwortlich zeichnet, rekapitulierte am Tag der offenen Türen die Renovierung mit wenigen Worten. «Der von aussen so massiv wirkende Bau erwies sich im Innern als doch nicht so massiv. Die Innereinen des Gebäudes entsprechen einem Holzbau.»

Dieser Umstand stellte Architekten und Baukommission vor verschiedene Herausforderungen, die aber alle unter der Einhaltung des Kredits von 3,6 Millionen Franken gemeistert werden konnten. Mit der Vorgabe, dass das Schulhaus seinen altehrwürdigen Glanz beibehalten sollte, wurden insgesamt sechs Klassenzimmer mit zusätzlichen Gruppenräumen, einem EDV-Zimmer und Vorbereitungsräumen für die Lehrer eingerichtet. Asbesthaltige Materialien, die zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung bedeuteten, wurden entfernt. Fenster sowie Kanalisations- und Elektrozuleitungen wurden ersetzt, die Raumakustik der Schulzimmer hat man stark verbessert. Für einen behindertengerechten Zugang zu den verschiedenen Stöcken des Gebäudes wurde ein Lift installiert.

Mit dem Umbau sei es gelungen, sagte Gemeindeammann Rudolf Hediger, ein Schulhaus hervorzuzaubern, das auch in den kommenden 30 bis 50 Jahren den Anforderungen an einen effizienten Schulunterricht gewachsen sei.

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