Viele Spaziergänger werden sich am Pfingstsonntag die Augen gerieben haben: Da kamen ihnen Reiter in Prinzessinnenkostümen oder mit Schwimmflügeli und Schnorchel entgegen. Sogar ein Einhorn war unterwegs.

Aufgaben auch für Anfänger

Da die Kostümierung Extrapunkte gab, nahmen die Reiterinnen und Reiter auf der Lenzburger Schützenmatte auch unbequeme Bekleidung wie lange Röcke oder Pelzjacken in Kauf. Trotzdem mussten sie knifflige Herausforderungen meistern, beispielsweise mit einem Schirm in der Hand rückwärts reiten oder vom Pferd aus einen Koffer packen. «Wir schauen darauf, dass sowohl für Anfänger als auch für sehr geübte Reiter etwas dabei ist», erklärte Madeleine Fehlmann, Mitglied des Organisationskomitees.

Ein Wal kommt geflogen

Hundert Teams, bestehend aus zwei Pferden mit ihren Reiterinnen und Reitern, gingen beim Jubiläumspatrouillenritt an den Start. Die Organisatoren mussten sogar eine Warteliste führen, so gross war der Andrang.

Rund zweieinhalb Stunden waren die Teilnehmer unterwegs und konnten an neun Posten Punkte sammeln. «Patrouillenritte sind längst nicht mehr nur etwas für Freizeitreiter, es werden Sachen verlangt, die man täglich beim Ausreiten anwenden muss, zum Beispiel seitwärts reiten», sagte Alois Gabriel aus Niederwil, der sich zusammen mit seiner Partnerin Cornelia Simitz als Maler verkleidet hatte. Besonders den Posten «Free Willy», bei welchem sich die Reiter einen aufgeblasenen Plastikwal zuwerfen mussten, fand Gabriel hilfreich. «Auch im Gelände kann einmal überraschend ein Gegenstand geflogen kommen.»