Abstimmung
Regionalpolizei Suret geschwächt: Vier ihrer Polizisten patrouillieren vielleicht bald in Lenzburg

Die Gemeinden Rupperswil und Hunzenschwil wollen den Suret-Polizeiverbund verlassen. Die Polizeiposten in den beiden Gemeinden gehen dabei verloren.

Urs Helbling
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Transfer steht im Raum: Siedeln die vier Gemeindepolizisten von Hunzenschwil und Rupperswil bald zur Regionalpolizei Lenzburg über? (Archivbild)

Transfer steht im Raum: Siedeln die vier Gemeindepolizisten von Hunzenschwil und Rupperswil bald zur Regionalpolizei Lenzburg über? (Archivbild)

Pascal Meier

Stimmen die beiden Gemeindeversammlungen (Rupperswil am 8. Juni, Hunzenschwil am 15. Juni) dem Transfer zu, so wird die Regionalpolizei (Repol) Lenzburg gestärkt und die Regionalpolizei Suret geschwächt.

Erstere würde dann den ganzen Bezirk Lenzburg (und Auenstein) betreuen, letztere nur noch die drei Gemeinden Suhr, Buchs und Gränichen. Es würden 360 Stellenprozente verschoben. Die vier Gemeindepolizisten waren bisher in Rupperswil und Hunzenschwil tätig (als Angestellte der beiden Gemeinden). Künftig wären sie von der Repol Lenzburg angestellt. Und die Posten in den Dörfern würden aufgehoben.

Zur Regionalpolizei Suret

15 Mitarbeiter hat die Regionalpolizei Suret (Suhr, Buchs, Gränichen, Rupperswil, Hunzenschwil). Laut den Gemeinderäten Rupperswil und Hunzenschwil ist «der gemäss gesetzlichem Richtwert vorgesehene Personalbestand meist unterschritten und die Regionalpolizei kann ihren vielfältigen Aufwand nur mit Mühe erfüllen».

Innerhalb der Aargauer Regionalpolizeien ist die Repol Suret ein Spezialfall. Sie ist ein vergleichsweise loser Polizeiverbund – basierend auf einem Gemeindevertrag aus dem Jahr 2007. Laut den Gemeindeversammlungsvorlagen ist er darauf ausgerichtet, «einzig die Regelung des gemeinsamen Pikettdienstes und die Nachbarschaftshilfe, bei unvorhergesehen oder geplanten Absenzen, sicherzustellen». Ausserhalb dieser Aufgaben sollten die Gemeindepolizisten nur für ihre Gemeinde arbeiten.

Die Gemeinderäte von Rupperswil und Hunzenschwil sind überzeugt, dass die Repol Suret «aufgrund ihrer Grösse und bei einer Beibehaltung der heutigen Strukturen langfristig wahrscheinlich nicht Bestand haben wird». Sie haben sich deshalb entschieden, sich Richtung Repol Lenzburg zu orientieren. Das geht aber nicht von heute auf morgen – auch wenn die Lenzburger die beiden Gemeinden mit offenen Armen aufnehmen. Es gibt eine zweijährige Kündigungsfrist.

Die beiden Gemeinden müssen eine einmalige Einkaufssumme von 25 Franken pro Einwohner leisten und wiederkehrende Kosten von derzeit 31 Franken pro Einwohner und Jahr zahlen. Zudem fliessen sämtliche Radarbussen in die Gesamtrechnung der Repol Lenzburg.

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