Lenzburg

Regionalbus ist jetzt mehr Eurobus – Sorgen um die Buslinie 393 von Lenzburg nach Mägenwil

Geschäftsführer René Bossard zeigt den ersten Bus mit neuem Schriftzug.

Geschäftsführer René Bossard zeigt den ersten Bus mit neuem Schriftzug.

Mit dem neuen Auftritt rückt die Regionalbus Lenzburg AG erkennbar näher an das Mutterhaus Eurobus AG. Die Buslinie 393 bereitet der Firma Kummer: Man könne wegen den Baustellen und dem Warten auf Anschlusszüge kaum den Fahrplan einhalten

Aufmerksame Beobachter haben es vielleicht schon bemerkt: Ein Bus kommt etwas anders daher als die übrigen 23 Fahrzeuge der Regionalbus Lenzburg AG.

Tatsächlich ist seit einigen Tagen der erste Gelenkbus mit dem neuen Logo des Unternehmens unterwegs. Das markante Element mit der dreifarbigen A-Welle, das sich über die gesamte Längsseite der Busse hinwegzog, ist verschwunden. Der Kanton Aargau, welcher dieses Element seinerzeit für die Transportunternehmen so definiert hatte, habe die Auflagen gelockert, erklärt René Bossard, Geschäftsführer der Regionalbus Lenzburg AG. Einzig das A-Welle-Logo bleibt, ebenso ist die Grundfarbe der Busse unverändert weiss.

Auch geringere Unterhaltskosten

Das neue Logo ist schlichter, der Schriftzug in den Farben rot und grau gehalten. Damit rückt die Regionalbus Lenzburg AG das Unternehmen optisch näher an das Mutterhaus Eurobus AG in Windisch heran. Das Logo ist auf allen vier Seiten des Fahrzeugs angebraucht. Bis im Herbst 2019 sollen alle Busse umgerüstet werden. Bossard rechnet mit Umrüstungskosten von rund 2000 bis 2500 Franken pro Fahrzeug. Die drei neuen Busse, welche die Regionalbus Lenzburg AG im nächsten Herbst in Betrieb nehmen wird, seien im neuen Design bestellt, sagt Bossard.

Der Regionalbus-Chef ist zufrieden mit dem künftigen Auftritt. Nicht zuletzt deshalb, weil das neue Logo die Unterhaltskosten positiv beeinflussen dürfte. Konkret meint er damit folgendes: «Bei einem Schaden müssen wir nicht mehr die ganze Seite neu machen lassen, wie dies bei der lang gezogenen A-Welle der Fall war», sagt Bossard.

Bis zu sieben Minuten verspätet

Sorgen bereitet dem Geschäftsführer der Regionalbus Lenzburg hingegen die Entwicklung auf der Buslinie 393. Sie geht vom Bahnhof Lenzburg über Othmarsingen zum Bahnhof Mägenwil. «Wir haben auf dieser Strecke Probleme mit der Fahrzeit und können die fahrplanmässig vorgegebene Zeit kaum je einhalten», erklärt Bossard.

Die Probleme sind vielschichtig, fangen laut dem Regionalbus-Geschäftsführer bereits bei der oftmals verspäteten Abfahrt an den Bahnhöfen an. «Muss der Bus in Lenzburg und Mägenwil verspätete Züge abwarten, ist der Rückstand im knapp gehaltenen Fahrplan kaum mehr aufzuholen.» Zusätzliche Hindernisse sind die Baustellen Schützenmattstrasse und Othmarsingerstrasse und vor allem die Baustelle Knoten Neuhof/Autobahnzubringer A1. «Bei der Lichtsignalanlage beim Gexi verlieren die Busse zwei und mehr Minuten, in Ausnahmefällen gar bis zu sieben Minuten», zeigt sich Bossard unzufrieden.

Eine Lösung könne die Regionalbus Lenzburg nicht aus eigener Kraft herführen, man sei auf die Unterstützung des Kantons angewiesen. Vorschläge, die zu einer Besserung der Situation für die Buslinie 393 führen könnten, sind beim Kanton deponiert. Diese kommentiert René Bossard so: «Eine Gratis-Lösung gibt es jedoch nicht.»

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