Region Lenzburg
Sesselrücken bei den Sozialen Diensten nach zwei Abgängen

Die Führung des Gemeindeverbands Soziale Dienste der Region Lenzburg wäre ab Anfang 2022 verwaist. Eine Statutenänderung soll Abhilfe schaffen.

Florian Wicki
Merken
Drucken
Teilen
Soziale Dienste Lenzburg

Soziale Dienste Lenzburg

Michael Ehrler

Gleich zwei Abgänge muss der Vorstand des Gemeindeverbands Soziale Dienste Region Lenzburg (SDRL) in absehbarer Zeit verkraften, wie aus dem dieser Tage publizierten Jahresbericht des Verbands hervorgeht.

Josef Niederberger, der Präsident des Gremiums, will bei der nächsten Gemeinderatswahl in Möriken-Wildegg nicht mehr antreten und scheidet per 1. Januar 2022 aus. Gleichzeitig tritt die Rupperswiler Frau Vizeammann Mirjam Tinner, zurzeit noch Vizepräsidentin des SDRL, im Hinblick auf ihre Kandidatur als Frau Gemeindeammann und den damit verbundenen Ressortwechsel zurück.

Nach 24 Jahren im Amt wird Margrit Ruf pensioniert

Laut den Statuten darf der Vorstand nur aus Gemeinderäten der 17 Verbandsgemeinden bestehen. Deshalb schlägt der Vorstand dem Verband vor, seine Satzungen im Juni 2022 zu revidieren, damit nur noch die Mehrheit der Vorstandsmitglieder gleichzeitig Gemeinderat in einer der Verbandsgemeinden sein muss. Ausserdem stellt sich Josef Niederberger übergangsweise als Präsident zur Verfügung, bis die Revision beschlossen wird.

Weiter wurde Ende April Margrit Ruf nach 24 Jahren als Leiterin der Mütter- und Väterberatung (MVB) des Verbands pensioniert. Als Nachfolgerin wurde bereits Ende 2020 Karolin Wildi gewählt.

Positiver Abschluss trotz Corona-Krise

Schliesslich heisst es im Bericht, dass die insgesamt 48 627 Einwohnerinnen und Einwohner der im Verband vereinten Gemeinden im letzten Jahr 613 mal den Kindes- und Erwachsenenschutzdienst in Anspruch genommen haben, 584 mal die Jugend-, Ehe- und Familienberatung und 513 mal die Mütter- und Väterberatung.

Ausserdem hätten einerseits die Coronavirus-Pandemie sowie unaufschiebbare Ersatzinvestitionen bei der Netzinfrastruktur im Jahr 2020 insgesamt 80'000 Franken gekostet. Trotzdem konnte die letztjährige Rechnung laut Bericht mit einem Überschuss von knapp 50'000 Franken abschliessen.