Sursee-Beinwil am See

«Reger Austausch zwischen Regionen»: Bahnersatz ist eine Erfolgsgeschichte

Der Bahnhof von Beinwil am See 4. März 1967

Der Bahnhof von Beinwil am See 4. März 1967

Früher konnte man mit der Seetalbahn direkt von Beinwil am See nach Beromünster LU fahren. Heute wird die Linie von der Postauto AG bedient – und rege genutzt. Auch tariflich sei die Strecke für die Fahrgäste interessant.

Bis 1992 verkehrten auf der Stichstrecke bis zu 18 Personenzugpaare pro Tag. Wer heute mit den öffentlichen Verkehrsmitteln vom Seetal ins Wynental und weiter ins Michelsamt will, nimmt das Postauto. 26 Jahre ist es her, seit das erste Postauto von Beinwil am See nach Beromünster fuhr. Vor zehn Jahren kam eine direkte Linie zwischen Sursee und Beinwil am See dazu. Diese Linie sei eine Erfolgsgeschichte, schreibt Postauto in einer Medienmitteilung. Im Jahr 2010 habe man auf der Strecke 174 000 Fahrgäste gezählt. 2017 waren es bereits 224 000. Das entspricht einer Zunahme von fast 30 Prozent innert acht Jahren, so die Mitteilung weiter.

Vor etwas mehr als einem Jahrzehnt haben die Kantone Aargau und Luzern zusammen mit Postauto im Rahmen der überregionalen Verkehrsplanung die direkte Busverbindung von Sursee an den Hallwilersee beschlossen. Davor seien die beiden älteren Postauto-Linien zwischen Beinwil am See und Menziken sowie zwischen Sursee und Beromünster allmählich an ihre Kapazitätsgrenzen gestossen. «Die vermehrte Mobilität der Bevölkerung und die starke wirtschaftliche Entwicklung im oberen Wynental sowie im Raum Sursee führten in den letzten rund 20 Jahren dazu, dass sich zwischen den beiden Regionen ein reger Austausch entwickelte», schreibt Postauto.

Im Dezember 2008 wurde diese Linie im Zuge des Fahrplanwechsels schliesslich eröffnet. Dank der parallelen Streckenführung zu den bestehenden Linien habe es damit für einige Linienabschnitte sowie von und zu den Endpunkten auf beiden Seiten der neuen Linie einen Halbstundentakt gegeben. Ausserdem seien das Dorf Burg und der Weiler Niederwil in Rickenbach an den öffentlichen Verkehr angeschlossen worden. Der Erfolg der Linie sei nicht zuletzt darauf zurückzuführen, «dass die Überlappung der beiden Tarifverbunde A-Welle und Passepartout zu tariflich einfachen Verhältnissen führt und den Fahrgästen interessante Möglichkeiten bietet.»

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