Möriken-Wildegg

Rechtsunsicherheit soll beendet werden

Gemeindehaus Möriken-Wildegg

Gemeindehaus Möriken-Wildegg

An der Gmeind vom Montag will der Gemeinderat die Gesamtrevision der Nutzungsplanung Siedlung und Kulturland endlich abschliessen.

Bereits an zwei Gemeindeversammlungen Ende 2015 und Mitte 2016 hatte sich die Stimmbevölkerung von Möriken-Wildegg mit der Gesamtrevision der Nutzungsplanung Siedlung und Kulturland zu beschäftigen. Inzwischen wurde die Gesamtrevision bis auf ein Teilgebiet gutgeheissen. Dieses Teilgebiet betrifft zwei Siedlungsparzellen an der Lindenstrasse in Wildegg, wo die TFB AG (Technik und Forschung im Betonbau) ihren Standort hat.

Mit der Gemeindeversammlung vom kommenden Montag will der Gemeinderat die Gesamtrevision, die auch die Bau- und Nutzungsordnung BNO umfasst, nun zu einem Abschluss bringen. «Dem Gemeinderat ist es ein Anliegen, für die neue Bauordnung endlich Rechtskraft zu erreichen», sagt Gemeindeschreiber Pascal Chioru, «denn heute besteht das Problem, dass ein Bauherr in Möriken-Wildegg sowohl die alte als auch die neue Nutzungsordnung zu beachten hat.»

Die Lösung für die beiden Parzellen an der Lindenstrasse, die der Gemeinderat in der Diskussion mit Verantwortlichen der TFB AG gefunden hat, erlaubt es der TFB für die Zukunft, den bestehenden Betrieb unter Auflagen zu erweitern. «Es war immer im Sinne des Gemeinderates, die TFB und mit ihr die rund 40 Angestellten in der Gemeinde halten zu können», so Pascal Chioru. Gegen die Änderung der Bauordnung, wie sie der Gemeinderat an der Gemeindeversammlung zur Genehmigung vorschlägt, ist eine Einwendung eingegangen. Über das Ergebnis der Einwendungsverhandlung, sagt der Gemeindeschreiber, wird an der Gemeindeversammlung informiert.

Mitreden beim Schwimmbad

Ebenfalls abstimmen wird die Stimmbevölkerung über einen Verpflichtungskredit von 50 000 Franken für eine Massnahmenplanung Hochwasserschutz. Dieses Projekt hat der Gemeinderat aufgegleist, nachdem Möriken-Wildegg im Mai und im Juni von starken Regenfällen und grossen Hochwasserschäden betroffen war.

Ein weiterer Verpflichtungskredit über 95 000 Franken soll die Ausarbeitung eines Gesamtkonzeptes für die Sanierung des Schwimmbades ermöglichen. Ausserdem soll mit dem Kredit die erste Sanierungsetappe vorbereitet werden.

An der Gemeindeversammlung vom November 2015 hatte die Bevölkerung den Neubau des Kiosks im Schwimmbad genehmigt, den Neubau des Kleinkinderbereichs in Kiosknähe aber verhindert. Gleichzeitig wurde den Behörden der Auftrag zur Ausarbeitung eines Sanierungsgesamtkonzeptes erteilt. Wird der entsprechende Verpflichtungskredit nun gutgeheissen, so Pascal Chioru, soll die Bevölkerung partizipativ in die einzelnen Schritte des Planungsprozesses einbezogen werden.

Keine Änderung ist in Möriken-Wildegg bezüglich des Steuerfusses vorgesehen. Dieser verbleibt bei 97 Prozent. Im Gemeindebudget 2017 wird mit einem Ertragsüberschuss von 620 375 Franken gerechnet.

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