Lenzburg
Rebbau am Schlossberg war im Jahr 2012 erfolgreich

Rekordzahl an Vereinsmitgliedern und Freiwilligen bei den «Räblüs», Zuzug von zusätzlichen Fachleuten: Die Ortsbürger-Rebbauern-Vereinigung Lenzburg präsentierte ein erfolgreiches Jahr 2012.

Heiner Halder
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Der bisherige Präsident René Rauber, der neue Präsident Hansjörg Salm und das neue Vorstandsmitglied Thomas Gloor. HH

Der bisherige Präsident René Rauber, der neue Präsident Hansjörg Salm und das neue Vorstandsmitglied Thomas Gloor. HH

Eine Rekordzahl von 61 Generalversammlungsteilnehmern wählte den Landschafts- und Gartenpfleger Hansjörg Salm aus dem Wildenstein als Nachfolger für den demissionierenden Präsidenten René Rauber.

Salm ist seit 25 Jahren Mitglied und wirkt seit 2010 im Vorstand mit. Er ist im Wein- und Obstbau ausgebildet und arbeitete mehrere Jahre in Rebbaufirmen in den Kantonen Aargau und Zürich.

Neu ins Gremium wurde Thomas Gloor aus Lenzburg aufgenommen. Die seit 2012 aktive «Reblaus» hat sich an der Weinbau-Akademie in Degustationstechnik und Weinwissenschaft weitergebildet. Bestätigt wurden Kassierin Sibylle Oswald, Chef der Freiwilligengruppe «Räblüs» Kurt Wernli, Aktuar Martin Steinmann und Max Werder.

Jüngere Mitglieder angeworben

Von seinem dritten Amtsjahr durfte Rauber ein höchst positives Resultat vermelden: «Wir sind so gut positioniert, dass wir aktive Werbung für Nachwuchs gewagt haben.»

Prompt konnten 18 Mitglieder vorwiegend jüngerer Jahrgänge angeworben werden. Damit weist die Vereinigung eine Höchstzahl von 155 Mitgliedern auf. «Dabei sein muss Kult sein», lautet die Devise, welche im vergangenen Jahr erfolgreich umgesetzt wurde.

Erweiterungspläne aufgeschoben

Die grösste Herausforderung während Raubers Amtszeit bildete die Neuorientierung auf einem hart umkämpften Markt. «Wir wollen nach wie vor keine Experimente wagen, sondern streben eine Konsolidierungsphase von zwei Jahren an», lautet das von Werder präsentierte Programm. Die Pinot-noir- Produkte werden verfeinert, mittelfristig die Produktion von Bio-Wein angepeilt und die Beschränkung der Anbaufläche auf 40 Aren belassen. Erweiterungspläne sind auf die lange Bank geschoben. Qualität gehe vor Quantität, so Werder.

Dieses Versprechen kann mit dem Jahrgang 2012 gehalten werden. Die «Räblüs» trugen mit ihrem Einsatz in 1083,5 Stunden dazu bei, dass unter der Leitung von Rebmeister Claudio Hartmann am 13. Oktober am Schlossberg eine Ernte für rund 900 Liter Blauburgunder, 700 Liter Blanc de Noir und 400 Liter Schaumwein eingefahren werden konnte.

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