Niederlenz
Putzen, mauern, streichen – und dann so richtig chillen

Jugendliche packen bei der Gestaltung ihres neuen Jugendtreffs in Niederlenz gleich selbst mit an. An der Gemeindeversammlung wurden für den Umbau im letzten Jahr 44 000 Franken bewilligt.

Barbara Vogt
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Diese Jugendlichen und Erwachsenen haben letzte Woche zur Umbautruppe gehört. «Ein gutes Team»,sind sich alle einig. ba

Diese Jugendlichen und Erwachsenen haben letzte Woche zur Umbautruppe gehört. «Ein gutes Team»,sind sich alle einig. ba

Das ehemalige Feuerwehrlokal beim Roten Schulhaus wird in einen Jugendtreff umgewandelt. Nachdem die Gmeind im letzten Jahr 44 000 Franken für den Umbau bewilligt hatte, machen die Verantwortlichen jetzt Nägel mit Köpfen: Mitglieder des Trägervereins Niederlenz und Schüler helfen beim Umbau mit.

Das Umbauprojekt ist Teil des Ferienpasses der Schule. Etwa 20 Jugendliche melden sich dafür an. Damit hat Willi Rusterholz vom Trägerverein Jugendtreff nicht gerechnet. «Wir befürchteten, die Leute zusammensuchen zu müssen.»

Bewusst involviert der Verein junge Leute. Rusterholz: «Sie haben ihre eigene Vorstellung, wie sie den Treff einrichten wollen. Gleichzeitig lernen sie, Verantwortung zu übernehmen und ein Projekt umzusetzen.»

Mobiliar vom Garderobengebäude

Mitten im Feuerwehrlokal steht ein Gerüst: Jugendliche klettern hoch, um die schmutzigen Wände zu putzen. Später sollen sie weiss oder nach Lust und Laune farbig bemalt werden. Andere Jugendliche sind daran, beim Eingangstor eine Mauer als Windfang hochzuziehen. Sie dient gleichzeitig als Lärmschutz.

Damit der Raum wärmer wird, verlegt die Bautruppe einen Holzboden. Andere Schüler installieren Kabel und bringen Steckdosen für Licht und Strom an. Wichtig für einen Jugendtreff: «Haben wir mal Disco, wollen wir ordentliches Licht und gute Musik», sagt ein Schüler lachend.

Spätestens ab Herbst ist der neue Jugendtreff zum Chillen offen. Zurzeit erarbeitet der Trägerverein ein Betriebskonzept.

Wie der Raum mal aussehen wird, steht noch nicht definitiv fest. Die Wunschliste sei jedoch lang, verraten die Jugendlichen, die nicht nur beim Umbau mithelfen, sondern später auch im Jugendtreff aktiv sind. «Wir wollen keinen Abstellramsch», so Rusterholz. Ein Teil des Mobiliars kann vom Garderobengebäude des Fussballklubs übernommen werden, da dieses im Sommer abgebrochen wird. Eine Bank habe den Jugendlichen mehrere Harassen Geschirr geschenkt.

www.5702.ch Engagierte Helfer für den neuen Jugendtreff sind willkommen.