Ohne sie wären unsere Züge und Bahnhöfe eine Müllhalde: Die rund 400 Mitarbeiter von Railclean, der hauseigenen Reinigungsequipe der SBB. Rund um die Uhr putzen diese die Bahnhöfe, entfernen Graffiti, tauschen defekte Glühbirnen aus und räumen Schnee. Meist geschieht das, wenn die Pendler schlafen: Die Hauptreinigung beginnt nach Mitternacht. Insgesamt entrümpelt Railclean täglich eine Fläche in der Grösse von 322 Fussballfeldern.

Eines dieser Reinigungsteams wird neu im Bahnhof Hunzenschwil untergebracht. Dies teilt die SBB auf Anfrage mit. Voraussichtlich im Herbst soll das heute am Lenzburger Bahnhof stationierte neunköpfige Team diesen verlassen und in den alten Bahnhof Hunzenschwil umziehen. «Die neuen Räume passen besser als diejenigen in Lenzburg», sagt SBB-Mediensprecherin Lea Meyer. «Ein weiterer Vorteil von Hunzenschwil ist die gute Erschliessung an die Autobahn, da unsere Mitarbeiter für die Reinigung der Bahnhöfe viel im Auto unterwegs sind.»

Das Hunzenschwiler Reinigungsteam ist zuständig für die Bahnhöfe entlang der SBB-Teilstrecken Küngoldingen–Lenzburg, Lenzburg–Mellingen/Heitersberg, Lenzburg–Brugg sowie Rupperswil–Turgi. Die Züge selbst werden von anderen Equipen gereinigt. Wie die damit frei gewordenen Räume im Bahnhof Lenzburg genutzt werden, ist noch unklar. Stadt und SBB wollen das Bahnhofareal von Grund auf neu gestalten.

In Hunzenschwil kehrt mit dem Umzug von Railclean wieder Leben am Bahnhof ein. Für diesen hatten die SBB lange einen Mieter gesucht. Das veraltete Gebäude wird saniert und zusammen mit der ganzen Bahnhofanlage modernisiert. Im Rahmen des Grossprojektes «S-Bahn Aargau 2016ff» bauen die SBB neue Perrons und einen Warteraum. Zudem wird die Kreuzungsstelle verlängert, um den Hunzenschwiler Bahnhof fit zu machen für den Halbstundentakt ab 2016 auf der Strecke Zofingen– Suhr–Lenzburg. Dafür sind nebst Hunzenschwil auch in Kölliken und Safenwil bauliche Massnahmen nötig. Insgesamt werden rund 64 Millionen Franken investiert. Die Kosten für den Bahnhof Hunzenschwil betragen 6,8 Millionen Franken. Davon tragen die SBB 66 Prozent, der Kanton Aargau und die Gemeinde Hunzenschwil je 17 Prozent.