Dottikon/Dintikon
Promi-Garagist Santoro verliert Villa und Garage

Das Hab und Gut des Luxus-Autohändlers Riccardo Santoro wird versteigert. Das geht aus einem Eintrag im kantonalen Amtsblatt hervor.

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Im Mai 2011 holten Sattelschlepper dutzende Luxuskarrossen bei Santoro ab.

Im Mai 2011 holten Sattelschlepper dutzende Luxuskarrossen bei Santoro ab.

zvg

Die Versteigerung wird am 21. Februar 2017 vom Betreibungsamt Dottikon durchgeführt, die Unterlagen liegen vom 9. bis 19. Dezember dort auf. Versteigert wird einerseits ein Garagengebäude. Die Schätzung beläuft sich auf 630 000 Franken. Das Garagengebäude ist derzeit vermietet, die Mieterin hat mit dem Fall nichts zu tun.

Zweitens wird eine Villa mit Tiefgarage und fast 700 Quadratmeter grossen Gartenanlage versteigert. Das Objekt wird auf 3,25 Mio. Franken geschätzt.

Derweil ist die Staatsanwaltschaft immer noch mit den Ermittlungen gegen Santoro beschäftigt – seit über fünf Jahren. Im Mai 2011 flog ihm alles um die Ohren. Sein Handel für Luxuskarosen, die SAR Premium Cars AG in Dintikon, kollabierte, weil die Fiat-Leasinggesellschat Fidis Finance AG ihre Zusammenarbeit mit Santoro auflöste.

17 Sattelschlepper transportierten über 60 Luxusautos aus Dintikon ab. Die Fidis Finance zeigte Santoro an. Er soll Dutzende Autos veruntreut haben. Zudem reichten einige Drittpersonen Strafanzeigen gegen diverse Beteiligte dieser gigantischen Leasingpleite ein. Kurz: Der Fall ist kompliziert, die Staatsanwaltschaft ermittelt weiterhin mit gut 150 Stellenprozenten wegen der Tatbestände Veruntreuung, Betrug, Urkundenfälschung, Misswirtschaft und ungetreue Geschäftsbesorgung. Unklar ist derzeit, wann es zu einer Anklage kommt. Dies bestätigte Oberstaatsanwalt Daniel von Däniken gestern gegenüber der az. (nro)