PRO SPECIE RARA
Mit Ticketsystem und Verlängerung: Setzlingsmarkt auf Schloss Wildegg soll stattfinden

2020 ist der Anlass, der jährlich Tausende Besucherinnen und Besucher aufs Schloss Wildegg lockt, coronabedingt ausgefallen. Dieses Jahr soll er wieder stattfinden können.

Nadja Rohner
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Auf Schloss Wildegg fand der Setzlingsmarkt von Pro Specie Rara statt.

Auf Schloss Wildegg fand der Setzlingsmarkt von Pro Specie Rara statt.



Markus Christen / LZB

Im Mai 2019 standen sie trotz Hudelwetter dicht an dicht gedrängt, die Besucherinnen und Besucher des Pro-Specie-Rara-Setzlingsmarkts auf dem Schloss Wildegg. Über 10000 Personen kauften sich ihre Pflänzli an jenem Wochenende. Eine Szenerie, die 2020, inmitten der ersten Coronawelle, unmöglich war. Und 2021? Die Stiftung Pro Specie Rara plant, den Setzlingsmarkt dieses Jahr wieder durchzuführen.

Stand heute ist vorgesehen, ihn nicht wie sonst an zwei, sondern an drei Tagen stattfinden zu lassen: vom Samstag, 1. Mai, bis und mit Montag, 3. Mai. Den Montag als dritten Tag hat die Stiftung dem Freitag vorgezogen, weil Letzterer noch zum April gehört und dann möglicherweise noch strengere Coronamassnahmen gelten. Mit der Ausdehnung auf drei Tage wolle man die Besuchermassen besser verteilen, so Pro-Specie-Rara-Sprecherin Nicole Egloff. Vorgesehen sei, dass man sich einen bestimmten Zeitslot reservieren muss und dafür – voraussichtlich kostenlos – ein Ticket erhält. «So können wir langes, gedrängtes Anstehen verhindern.

Glücklicherweise verfügt das Schloss bereits über ein Ticketingsystem, sodass das Handling einfach wird.» Komplett wegfallen werde das Rahmenprogramm sowie das kulinarische Angebot. Die Devise ist: Die Setzlinge sollen an die Kundinnen gelangen, aber möglichst speditiv und coronakonform. Und falls der Markt im Mai doch nicht durchgeführt werden darf? Dann werde man, wie schon 2020, eine Liste der Setzlingsproduzenten veröffentlichen, damit sich die Kundinnen dort ihre Ware direkt organisieren können, so Egloff.

In Wildegg hat die Stiftung ProSpecieRara ihre erste eigene Samengärtnerei eingerichtet.

In Wildegg hat die Stiftung ProSpecieRara ihre erste eigene Samengärtnerei eingerichtet.

Nadja Rohner

2019 hat Pro Specie Rara zudem in der Wildegger «Hellmatt» ihre schweizweit erste Samengärtnerei in Betrieb genommen. Bis zu 50 Sorten können hier gleichzeitig und vermehrt werden. Die Stiftung hat so die Möglichkeit, selber Saatgut von Arten zu vermehren, die in den Hausgärten der ehrenamtlich tätigen Sortenerhaltern nur sehr aufwändig vermehrt werden können. Das für 2020 geplante Eröffnungsfest wurde zwar gestrichen. Am letzten Augustwochenende 2021 wird die Anlage aber öffentlich zugänglich sein.