Ein Weltrekord stand am Anfang der Aktion: Aus über zwei Millionen Teilen baute Pro Juventute das grösste dreidimensionale Lego-Mosaik der Welt.

Kinder aus der ganzen Schweiz arbeiteten daran. Sie stellten ihre «Schweiz der Zukunft» dar. Die Aktion wurde anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums von Pro Juventute 2012 durchgeführt.

Lego überliess daraufhin sämtliche Steine der Stiftung. Weil das Mosaik so gross war, wurde es wieder in Einzelteile zerlegt.

Die Legosteine jedoch sollten unbedingt genutzt werden – von Kindern.

Pro Juventute prüfte diverse Varianten und entschied sich schliesslich, die Legosteine so unkompliziert wie möglich direkt den Kindern zugänglich zu machen.

Zwischengelagert wurden die Teile im Logistikcenter der Stiftung in Zürich. «Jetzt, kurz vor den Festtagen, ist doch der ideale Zeitpunkt, die Legosteine zu verschenken», erklärt der Direktor von Pro Juventute, Stephan Oetiker.

Möglichst vielen Kindern wollte die Stiftung eine Freude machen. «Da lag es nahe, sie an Kindertagesstätten und Kindergärten abzugeben.»

Verteilt wurden die Kisten im Wynen- und Seetal. Zum Teil wurden sie von Kindern, die diese Tagesstätten besuchen oder von ihren Eltern überreicht.

So auch in Beinwil am See: Früh am Donnerstagmorgen machte sich Stephan Oetiker zusammen mit Sohn Linus auf den Weg, um den Leiterinnen der Kindertagesstätte Lollipop eine Box voll Legos zu übergeben.

Wenn auch leicht verschlafen, nutzte der sechsjährige Linus die Gelegenheit für einen kurzen Augenschein.

Er wird ab Januar den Mittagstisch im Lollipop besuchen.

Mit den Legos spielt er fast so gerne wie sein Vater: In Nullkommanichts hat Stephan Oetiker den verlangten Lego-Drachen zusammengesteckt.

«Ich spielte als Kind wahnsinnig gerne mit Legos», sagt er. «Das Spielen mit Legos fördert die Kreativität und die Fantasie der Kleinen.»

Das bestätigen auch die Leiterinnen der Tagesstätte, Zuila Messmer und Valeria Meister. «Legos sind für alle Kinder attraktiv. Die Jungen bauen Häuser und die Mädchen füllen damit ihre Handtäschchen.»

Wie werden die Kinder reagieren, wenn sie die Box entdecken? «Uuuuh», ruft Meister, «das wird einen Tumult geben.»

Wenn die Kinder etwas Neues entdeckten, müssten sie zuerst einmal die Teile ausleeren und untersuchen, was sie alles für Teile enthalte. Die sind in diesem Fall aber wirklich speziell: Über Raketenteile bis Gartenzäune enthält die Kiste fast alles.