Fahrwangen/Meisterschwanden

Praxis für Hausarzt geplant – 600 Meter Luftlinie entfernt von neuer Gruppenpraxis

© Stefanie Garcia Lainez

Am Hallwilerweg sollen in zwei Neubauten ein Hausarzt und ein Zahnarzt einziehen. Ein entsprechendes Baugesuch liegt derzeit auf.

Hausarzt und Zahnarzt gesucht: Die Aarauer IRIS Projekt AG will am Hallwilerweg in Fahrwangen zwei Mehrfamilienhäuser mit je einer Arzt- und einer Zahnarztpraxis bauen. Das ursprünglich bewilligte Baugesuch sah 21 Wohnungen vor. Jetzt sollen die Wohnungen im Erdgeschoss in Praxen umgewandelt werden. Dazu liegt bis zum 25. März ein Gesuch um Projektabänderung auf der Gemeindekanzlei in Meisterschwanden auf.

Mietinteressenten vorhanden

Die Gemeinde unterstützt das Vorhaben, auch wenn in Meisterschwanden in 600 Meter Luftlinie entfernt erst vor einem halben Jahr eine Gruppenpraxis eröffnet worden ist (siehe Box). «Das Bedürfnis besteht durchaus», sagt Gemeindeammann Patrick Fischer und ergänzt: «Wir möchten die Grundversorgung bei uns in der Gemeinde sicherstellen.» Dies nicht zuletzt, da vor knapp drei Monaten Hausarzt Hans Rudolf Schinz seine Praxis in Fahrwangen auflöste und Hausärztin Tatjana Pance nur Teilzeit praktiziert. Der nächste Zahnarzt befindet sich im Nachbardorf Sarmenstorf.

Jeder Arzt, der eine neue Praxis eröffnen will, muss vorgängig eine Bewilligung zur Berufsausübung beim Kanton beantragen. Eine entsprechende Voranfrage der Bauherrin IRIS Projekt AG ist im Zusammenhang mit dem Umnutzungsbewilligungsverfahren beim kantonalen Departement für Gesundheit und Soziales hängig. Mietinteressenten für die beiden Praxen seien bereits vorhanden, heisst es seitens der Bauherrin.

Bis Sommer/Herbst 2020 sollen die beiden Mehrfamilienhäuser am Hallwilerweg 6 und 8 fertiggebaut sein, sofern es keine Einsprachen gibt und der Gemeinderat die Projektabänderung bewilligt. Die 21 Mietwohnungen haben zwischen 2½ und 4½ Zimmer. 32 Parkplätze sind unterirdisch geplant, weitere sechs oberirdisch. Zurzeit läuft der Abbruch des Wohnhauses auf der Parzelle. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 11 Millionen Franken.

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