Seengen
Poststelle bedroht: Dialog statt Protest

Der Seenger Gemeinderat sucht das direkte Gespräch, um die Post zu retten.

Pascal Meier
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Die Seenger wollen ihre Post retten.

Die Seenger wollen ihre Post retten.

Pascal Meier

Vor zwei Monaten liess die Post die Katze aus dem Sack: 43 Poststellen im Kanton droht das Aus, das ist jede zweite reguläre Filiale. Betroffen sind auch drei Poststellen im Seetal: Auf dem Prüfstand stehen die Standorte in Fahrwangen, Beinwil am See und Seengen.

Dass die Poststelle in Seengen auf der Liste steht, erstaunt: Erst 2012 hat die Post Geld in eine neue, moderne Filiale in einem Geschäftshaus auf dem Areal des früheren Schuhhauses Bolliger investiert. Jetzt, nach weniger als fünf Jahren, droht dieser Poststelle das Aus.

Während viele Gemeinden mit Unterschriftensammlungen und Protestaktionen für ihre bedrohte Poststelle kämpfen, ist es in Seengen ruhig geblieben. «Wir sind der Meinung, dass direkte Gespräche mit den Verantwortlichen der Post mehr bringen als Protestaktionen», sagt Gemeindeammann Jörg Bruder auf Anfrage. «Ein Termin für das Gespräch ist fixiert.»

Seengen geht damit einen anderen Weg als die anderen beiden betroffenen Gemeinden im Seetal. Beinwil am See hat eine Petition lanciert. Ende Juli folgten zudem rund 25 Personen dem Aufruf von Gemeinderat und der Gewerkschaft Syndicom und protestierten vor der Poststelle gegen die drohende Schliessung. Widerstand gibt es auch in Fahrwangen, wo die letzte Poststelle im Oberen Seetal steht. Gegen die Schliessung wurden über 2600 Unterschriften gesammelt. (pi)