Seon
Plätze in der Igel-Station «fast ausgebucht» – den Tieren ist es viel zu warm

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Igelhilfe Satis Seon

Igelhilfe Satis Seon

Colin Frei

Im September 2019 startete die Stiftung Satis Seon das Projekt «Igelhilfe» und gründete eine Igel-Station. Die Stiftung bietet 20 Plätze für verletzte oder unterernährte Tiere an. Diese Kapazität ist meist voll ausgeschöpft. «Wir waren völlig überrascht über den Bedarf an Winterplätzen für Igel», so Lucia Lanz, Geschäftsführerin vom Satis. «Die Plätze sind beinahe ausgebucht», sagt sie. Je nach Dringlichkeit einer Anfrage könne man jedoch noch ein oder zwei Igel aufnehmen.

Die meisten Anfragen für Platzierungen erhält die Igelhilfe an den Wochenenden. «Dies hat jedoch eher mit der Präsenz der Menschen zu Hause oder in der Natur zu tun als mit der jeweiligen Igel-Aktivität», vermutet Lucia Lanz.

Zu einem Problem für die Igel können die aktuellen Temperaturen werden. «Es sind zurzeit aussergewöhnlich viele Igel aktiv. Es ist auch viel zu mild für die Jahreszeit und wir hatten bislang noch keine längere Kälteperiode mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt», schreibt die Organisation Pro Igel auf ihrer Website. Auch Lucia Lanz pflichtet dem bei: «Bei diesen schwankenden oder aktuell sogar bald frühlingshaften Temperaturen kann es durchaus sein, dass ein Igel aus seinem Winterschlaf erwacht.» Solche Tiere seien jedoch nicht zwingend ein Fall für die Igelstation, sondern können auch zu Hause gut beobachtet werden. «Wir empfehlen dabei, dem Igel trockenes Katzenfutter zur Verfügung zu stellen», sagt Lanz. Werde dies von anderen Tieren weggefressen, könne man auch auf Insektentrockenfutter zurückgreifen. (asu)