Seon
Pioniertat mit Stelle für Informatik

Die Gemeinde Seon geht neue Wege. Sie beantragt der Gemeindeversammlung die Schaffung einer Stelle für sämtliche Informatikbereiche.

Fritz Thut
Merken
Drucken
Teilen
Im Seoner Gemeindehaus soll eine 100-Prozent-Stelle für einen Informatik-Fachmann eingerichtet werden.

Im Seoner Gemeindehaus soll eine 100-Prozent-Stelle für einen Informatik-Fachmann eingerichtet werden.

Peter Siegrist-Bild und Text

Gleich drei Traktanden an der Gemeindeversammlung vom Freitag, 19. Juni, betreffen das Personal. Mit der Neuschaffung einer unbefristeten 100-Prozent-Stelle für den Informatikbereich betritt Seon gar Neuland für Gemeinden dieser Grössenordnung.

Mit der Anstellung eines eigenen System Engineers verfolgt der Gemeinderat verschiedene Ziele. Dabei stehen die jährlichen finanziellen Einsparungen von etwa 12 000 Franken (bei bisher 191 000 Franken) nicht einmal im Vordergrund. Man verspricht sich jedoch eine Verbesserung der Qualität der Leistungen im gesamten Bereich der Informationstechnologie (IT).

Bei der aktuellen externen Lösung mit einer Firma aus dem Kanton Bern hat man zunehmend ein Frustpotenzial bei den Mitarbeitenden ausgemacht: «Wenn das tägliche Handwerkszeug, der Computer, nicht zuverlässig funktioniert, führt das zu einer Unzufriedenheit», so Gemeindeschreiber Marco Hunziker.

Mit dem Zurückholen der Daten in einen Server im Gemeindehaus wird die Reaktionszeit verkürzt. Mit einem eigenen IT-Mitarbeiter wird zudem die Einführungszeit für neue Software und neue Anwendungen massiv verkürzt. Er betreut nicht nur die Verwaltungsinfrastruktur, sondern die gesamte IT der Gemeinde, beispielsweise auch der Schule und der Technischen Betriebe.

Pensenerhöhungen

In einem zweiten Geschäft sollen die Personalpensen wegen der immer zahlreicheren Aufgaben bei den Technischen Betrieben um 165 (auf 900) und bei der Gemeindekanzlei um 30 (auf 450) Prozent erhöht werden.

Die Gmeind kann anschliessend Stellung nehmen zum totalrevidierten Personalreglement. Die weitgehende Anpassung an die kantonalen Regelungen führt vereinzelt zu einer minimalen Erhöhung der Ferientage. Zudem beantragt der Gemeinderat die Kompetenz von einem Handlungsspielraum von zehn Prozent bei Pensen in den Bereichen Verwaltung, Schule sowie Aussendienste und Hallenbad. Damit will man bei Bedarf schnell reagieren können.