Lenzburg
Pionierstadt: Hier zahlen Sie die Parkplatzgebühr mit der Kreditkarte – kontaktlos

Die Stadt betritt wieder Neuland: Bei drei Parkplätzen kann man seine Gebühren kontaktlos mit der Bank- oder Kreditkarte bezahlen.

Fritz Thut
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In Lenzburg können Parkuhren neu mit NFC-Kreditkarten bezahlt werden. tf

In Lenzburg können Parkuhren neu mit NFC-Kreditkarten bezahlt werden. tf

Fritz Thut

Lenzburg spielt erneut eine Pionierrolle: Als erste Stadt der Schweiz setzt sie bei den drei Parkplätzen Seifi, Kronenplatz und Schloss das modernste Bezahl-System der Firma Taxomex ein, bei dem der Autofahrer seine Parkplatzgebühren mit einer mit der NFC-Technik ausgerüsteten Plastikkarte begleichen kann.

Die drei Buchstaben stehen für Near Field Communication oder, ein bisschen deutscher, für Nahfeldkommunikation. Die heute üblichen Kredit- und Bankenkarten sind mit diesem System ausgerüstet. In immer mehr Geschäften kann man damit Beträge bis 40 Franken begleichen, ohne dass ein Pin-Code eingegeben werden muss. Es reicht, wenn die Karte an die entsprechende Stelle des Lesegeräts gehalten wird.

Karte ist immer dabei

Bereits vor drei Jahren war die Stadt Lenzburg Vorreiterin, als sie bei fünf Parkplätzen das Bezahlen mit dem Handy ermöglichte. Die neueste Variante, die an jenen drei Parkplätzen zum Einsatz kommt, die von Touristen und damit auch von Ausländern am fleissigsten benützt werden, ist nochmals deutlich unkomplizierter und schneller: «Wir wollen den Autofahrern das Bezahlen der Parkgebühren möglichst einfach machen und bieten deshalb verschiedene Zahlungsmittel an», so Christian Brenner, der Abteilungsleiter Tiefbau beim Lenzburger Stadtbauamt, bei einer Demonstration gestern Donnerstag auf dem Kronenplatz.

Gerade ausländische Besucher, aber zunehmend auch hiesige Autofahrer haben nicht immer genug oder das passende Kleingeld dabei, um die Parkuhr zu füttern. Deshalb sind die neuen NFC-Kreditkarten «prädestiniert für Parkuhren», ist Urs Schmid überzeugt. Für den Geschäftsführer der Firma Taxomex aus Dietikon ist ein entsprechend ausgerüstetes Kärtli «etwas, das jeder immer dabei hat».

Zukunftspläne

Die neue Generation von Parkuhren soll nicht nur für die parkierenden Autofahrer einfach zu bedienen sein, sondern auch für die Betreiber. Dazu gehört die Polizei, die möglichst schnell kontrollieren will, ob alle besetzten Parkfelder korrekt berappt wurden. Markus Basler lobt in diesem Zusammenhang das gute Einvernehmen mit der Firma Taxomex, die auch auf ihre Bedürfnisse Rücksicht nimmt.

Für Basler ist es sinnvoll, wenn innerhalb des Repol-Gebietes möglichst wenig verschiedene Systeme zum Einsatz kommen. Ein Fingerzeig auch für die Aussengemeinden.

Derweil denkt Brenner bereits weiter: Die neue Bezahlmethode könnte in nicht mehr ganz so ferner Zukunft mit dem Low-Power-Network-Parkleitsystem (am Schloss schon im Einsatz) kombiniert werden.