Lenzburg

Petitionär sammelt 645 Unterschriften für Tempo 30 auf einer Kantonstrasse

Rolf Glückler (links) übergibt Stadtrat Martin Steinmann das Unterschriftenpaket.

Rolf Glückler (links) übergibt Stadtrat Martin Steinmann das Unterschriftenpaket.

Mit der Übergabe der Petition an den Stadtrat gibt Rolf Glückler sein Anliegen nun in fremde Hände. Was nun passiert, entscheidet der Kanton. Die Durchsetzung des Petitionswillen ist äusserst fraglich.

«Runter mit dem Tempo», lautet die Forderung auf dem Banner, das Anfang Woche am Sternenplatz präsentiert wurde. Entworfen hat es Rolf Glückler (61), der seit Februar 645 Unterschriften für seine Petition gesammelt hat. Darin wird unter anderem eine Einführung von Tempo 30 auf der Lenzburger Kantonsstrasse angestrebt.

Der 350 Meter lange Abschnitt am Rande der Altstadt zwischen Aabachbrücke und Hotel Ochsen ist Glückler ein Dorn im Auge (Glücklers Forderungen lesen Sie hier). «Es ist dort viel zu gefährlich, um Tempo 50 zu fahren», sagt der Securitas-Mitarbeiter, der mit seinem Anliegen offenbar nicht alleine ist. 535 Lenzburger und 110 Personen von ausserhalb signierten seine Petitionsbögen. Diese wurden nun in Form eines Präsents dem Lenzburger Stadtrat übergeben. «Jetzt habe ich keinen Einfluss mehr», sagt Glückler.

Die SP Lenzburg in Person von Anja Vögeli (links im Bild) unterstützt Glückler. Zusätzlich zur Petition will Vögeli eine Motion mit der selben Forderung im Einwohnerrat einreichen. Durch diesen parlamentarischen Vorstoss soll Druck auf den Stadtrat ausgeübt werden, direkt mit dem Kanton zu verhandeln.

Entscheid obliegt dem Kanton

Verkehrsminister Martin Steinmann (FDP) nahm die gesammelten Unterschriften persönlich entgegen. Er lobte den Petitionär: «645 Unterschriften sind ein grossartiges Ergebnis.» Gleichzeitig betonte Steinmann jedoch: «Die Stadt kann nicht über Kantonsstrassen verfügen.»

Deswegen wird die Petition zur Prüfung nun ans Departement für Bau, Verkehr und Umwelt weitergeleitet. Bis der Kanton antwortet, muss sich Glückler gedulden. Trotz seiner Mühen wäre ein positiver Entscheid des Kantons überraschend, da man im Aargau an Tempo 50 auf Kantonsstrassen bislang felsenfest festhält. Im letzten Jahr wurde in Suhr in einem vergleichbaren Fall eine offizielle Anfrage der Gemeinde abgelehnt.

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