Freischarenmanöver
Pazifistin Susanne Hochuli verteidigt die Lenzburger Kriegsspiele

Regierungsrätin Susanne Hochuli ritt am Freischarenmanöver in Lenzburg mit und musste dafür Kritik einstecken. In ihrer Kolumne in der «SonntagsZeitung» verteidigte sie ihre Teilnahme.

Sina Burger
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Freischarenmanöver mit Susanne Hochuli
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Susanne Hochuli, Aargauer Regierungsrätin, anlaesslich des Lenzburger Freischarenmanövers, ein Landschaftstheater rund um das Schloss Lenzburg.
Susanne Hochuli, Aargauer Regierungsrätin, anlaesslich des Lenzburger Freischarenmanövers, ein Landschaftstheater rund um das Schloss Lenzburg.
Susanne Hochuli am Freischarenmanöver von 2012.

Freischarenmanöver mit Susanne Hochuli

Chris Iseli

Eigentlich behauptet die Aargauer Regierungsrätin Susanne Hochuli, keine "Kriegsgurgel" zu sein. Eher halte sie sich für eine Pazifistin, die jedoch den verbalen Nahkampf durchaus möge. So arguementierte sie in ihrer letzten Kolumne in der «SonntagsZeitung».

Pazifistin hin oder her: Beim traditionellen Freischarenmanöver von Lenzburg sieht die Sache für Hochuli allerdings etwas anders aus.

Am letzten Freitag verkündete der aufgebotene General Stephano il Notaio ex pralino stolz, dass sogar die Regierung in Aarau die Freischaren unterstütze und ihre Frau Landammann ins Manöver nach Lenzburg entsandt habe. Sie habe es also wieder getan, gesteht Susanne Hochuli in ihrer Kolumne und meint damit ihre Teilnahme hoch zu Ross am Freischarenmanöver in Lenzburg.

Die Pazifistin ritt also in den Krieg – den die Veranstalter Landschaftstheater nennen –, wenngleich dieser ein traditionelles Spiel ist und den Teilnehmenden Statisten alle zwei Jahre viel Spass bereitet.

Für ihre Teilnahme am farbenfrohen Spektakel musste Hochuli auch Kritik einstecken. Dies liess die Regierungsrätin jedoch nicht auf sich sitzen. Sie habe es nicht so mit den notorischen Manöver-Kritikern, die «in dem von kindlicher Erwachsenenfreuden geprägten Aufzug eine Kriegsverherrlichung sehen wollen», hält sie diesen Kritikern in ihrer Kolumne in der entgegen.

Alle anderen aber gönnten ihr sicher diesen «hochgradig vergnüglichen Freitagnachmittag».

Impressionen vom Freischarenmanöver in Lenzburg.
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Impressionen vom Freischarenmanöver in Lenzburg.
Impressionen vom Freischarenmanöver in Lenzburg.
Vor riesiger Zuschauerkulisse ziehen die Kadetten auf die Schützenmatte.
Die Marketenderinnen zeigten viel Bein und versuchten so, die jungen Kadetten abzulenken.
Die Piraten sind vor dem Schloss Lenzburg im Einsatz.
Das Freilichttheater machte viel Lärm.
Die Piraten sind vor dem Schloss Lenzburg im Einsatz.
Die Piraten sind vor dem Schloss Lenzburg im Einsatz.
Die Disziplin der Kadetten gab am Schluss erneut den Ausschlag.
Die wilden Freischaren-Horden vor ihrer brennenden Burg.
Die Piraten sind vor dem Schloss Lenzburg im Einsatz.
Impressionen vom Freischarenmanöver in Lenzburg.
Impressionen vom Freischarenmanöver in Lenzburg.
Impressionen vom Freischarenmanöver in Lenzburg.
Impressionen vom Freischarenmanöver in Lenzburg.
Impressionen vom Freischarenmanöver in Lenzburg.
Impressionen vom Freischarenmanöver in Lenzburg.
Impressionen vom Freischarenmanöver in Lenzburg.
Impressionen vom Freischarenmanöver in Lenzburg.
Impressionen vom Freischarenmanöver in Lenzburg.
Impressionen vom Freischarenmanöver in Lenzburg.
Impressionen vom Freischarenmanöver in Lenzburg.
Impressionen vom Freischarenmanöver in Lenzburg.
Impressionen vom Freischarenmanöver in Lenzburg.
Impressionen vom Freischarenmanöver in Lenzburg.
Impressionen vom Freischarenmanöver in Lenzburg.
Impressionen vom Freischarenmanöver in Lenzburg.
Impressionen vom Freischarenmanöver in Lenzburg.
Impressionen vom Freischarenmanöver in Lenzburg.
Impressionen vom Freischarenmanöver in Lenzburg.

Impressionen vom Freischarenmanöver in Lenzburg.

Chris Iseli

Das Freischarenmanöver ist Teil des Lenzburger Jugendfestes, das seit über 400 Jahren stattfindet. Gemäss der Freischaren-Kommission der Stadt Lenzburg findet das Landschaftstheater sei 1852 und unter Beteiligung von rund 1000 Statisten statt. Es kämpfen Freischaren gegen Kadetten und somit die Jugend. Und letztere gewinnen – immer. Das Schauspiel nimmt Bezug auf den Deutschen Revolutionskämpfer Ludwig Blenker, der in Deutschland für Unruhe sorgte, und später US-General wurde.