Schafisheim

Passen diese Alterswohnungen ins Dorfbild?

Das Projekt in Schafisheim soll nach dem Konzept des «Sunnepark» in Oberkulm realisiert werden.

Das Projekt in Schafisheim soll nach dem Konzept des «Sunnepark» in Oberkulm realisiert werden.

Gemeinderat lässt Dorfzonenmodell erstellen, bevor das Baugesuch aufgelegt wird.

Elf Alterswohnungen hat es heute in Schafisheim. Sie sind im Anbau des denkmalgeschützten Schlössli untergebracht. Das sei zu wenig, befand man vor Jahren im Dorf. Mit dem Familienunternehmen Gebr. Faes AG aus Oberkulm zeigte sich ein Investor interessiert, im Gebiet Stapfe 30 Alterswohnungen zu erstellen.

Bevor die Planung aber weiter vorangetrieben werden konnte, musste ein Teil des vorgesehenen Landes im «Stapfe» in die ursprüngliche Zone für öffentliche Bauten (OeB) zurückgeführt werden. An der letzten Wintergmeind haben die Schofiser dazu grünes Licht erteilt. Zuvor hatte eine Teiländerung des Bauzonenplans und der Bau- und Nutzungsordnung (BNO) die vorübergehende Nutzung des Areals mit Pferdehaltung ermöglicht.

Der Landverkauf ist über die Bühne gegangen. «Die bisherigen Landeigentümer und die Gebr. Faes AG sind sich handelseinig geworden», sagt Gemeindeammann Dölf Egli. Nun ist ein weiterer Schritt in Richtung Realisierung der Alterswohnungen gemacht. Seit Kurzem sind die Bauprofile aufgestellt. Bevor jedoch das Baugesuch aufgelegt wird, will der Gemeinderat auf Nummer sicher gehen. «Wir wollen abklären, ob das vorgesehene Bauprojekt tatsächlich ins Dorfbild von Schafisheim passt», erklärt Egli. Dazu hat der Gemeinderat nun ein Dorfzonenmodell und eine ortsbauliche Studie in Auftrag gegeben. Sie sollen laut Ammann Egli bis Ende Jahr vorliegen.

Das in Auftrage gegebene Modell schliesst das Gemeindegebiet vom südlichen Dorfrand Richtung Seon bis zur Kirche auf der nördlichen Seite mit ein und geht von der Seetalstrasse im Westen bis zum Friedhof im Osten. Nebst dem Eignungstest fürs Dorfbild soll mit dem Dorfzonenmodell aber noch eine weitere Frage geklärt werden.

Bedenken in der Bevölkerung

Welche Bauten lassen sich auf dem restlichen Areal im «Stapfe» realisieren, das nicht für die Alterswohnungen benutzt wird? Das Land nördlich der Alterswohnungen liegt ebenfalls in der OeB, jenes westlich der vorgesehenen Erschliessungsstrasse zu den Alterswohnungen jedoch in der Dorfzone. Mit einer passenden Überbauung gelte es hier einen sinnvollen Übergang von der einen in die andere Zone zu schaffen, sagt Egli. Es sei wichtig, dass sich die künftigen Bauten harmonisch ins Umfeld einfügten. Fakt ist aber auch, dass sich in Kreisen der Bevölkerung offenbar Bedenken regen, ob die geplanten Alterswohnungen tatsächlich ins bestehende Dorfbild passen.

Das Projekt Alterswohnungen ist nicht frei von Auflagen: Das Überbaurecht muss im Grundbuch eingetragen werden. Egli erklärt, dass die öffentliche OeB-Zone für einen privaten Investor grundsätzlich tabu sei. Es sei denn, es bestehe wie in diesem Fall ein öffentliches Interesse. Eine Umnutzung in Eigentumswohnungen sei nicht möglich. «Zudem sind Wohnungen altersgerecht zu erstellen und dürfen nur an Mieter 60+ vermietet werden», so Egli.

Grosses Interesse da

Die Investorin Gebr. Faes AG plant, die Alterswohnungen als Mietobjekte nach dem selben Konzept zu führen wie den «Sunnepark» in Oberkulm. Dieses Modell habe sich bewährt, sagt Karin Faes. Kürzlich hat die Gebr. Faes AG für interessierte Schofiser die Türen im «Sunnepark» geöffnet. «Das Interesse war gross. Konkret haben sich rund zehn Paare und Einzelpersonen in die Warteliste für die Alterswohnungen in Schofise eingetragen», sagt Faes.

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