Othmarsingen
Die Gmeind entscheidet ob der FC Othmarsingen ein Garderobengebäude für 790'000 Franken erhält

Damit in Zukunft alle Mannschaften beim FC Othmarsingen trainieren können, soll ein Kredit bewilligt werden.

Anja Suter
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 Auf dem Bild von links: Architekt Andreas Wyder, Gemeinderat Claudio Lutz und Beat Dünki vom Fussballverein Othmarsingen

Auf dem Bild von links: Architekt Andreas Wyder, Gemeinderat Claudio Lutz und Beat Dünki vom Fussballverein Othmarsingen

Anja Suter

Als der FC Othmarsingen vor 25 Jahren den Sportplatz und das Clubhaus in Betrieb nahm, war der Club in vier Mannschaften organisiert. Heute spielt der FC Othmarsingen mit 13 Teams in verschiedenen Alterskategorien im Aargauischen Fussballverband (AFV). Der Verein ist mit rund 250 aktiven Fussballerinnen und Fussballern sowie rund 100 Vereinsmitgliedern im Dorf und der Region stark verankert.

Heute gibt es nur eine Duschanlage

Das Problem: «Die Infrastruktur ist Stand heute nicht mehr gewährleistet», sagt der Präsident des FC Othmarsingen, Beat Dünki. Sowohl die Juniorenförderung als auch der stark aufkommende Frauenfussball bringen die Organisation des Vereins in starke Engpässe. So spielen etwa wegen der fehlenden Infrastruktur 20 Mädchen und Frauen in der Umgebung Fussball anstatt beim FC Othmarsingen. Die Kapazität der Sportanlage ist beschränkt. Es gibt nur zwei Garderoben und eine gemeinsame Duschanlage. Die Erweiterung des Clubhauses plant der FC Othmarsingen schon seit einigen Jahren. Beat Dünki sagt:

«Wir stiessen erfreulicherweise beim Gemeinderat auf ein positives Echo.»

Das Projekt soll die Infrastruktur für die nächsten 30 Jahre sichern. «Im Detail ist ein separates, neues Gebäude in Richtung Bünz geplant», erklärt Architekt Andreas Wyder. Der Standort für den Neubau des Garderobengebäudes ist unmittelbar beim bestehenden Clubhaus vorgesehen. Es soll ein massiver Zwecksbau mit einem Flachdach werden. «Das Gebäude soll dem Fussball dienen», so der Architekt.

Projekt geniesst eine breite Unterstützung

Geplant sind zwei Garderoben mit entsprechenden Nassräumen. Zudem WC-Anlagen, ein rollstuhlgerechtes WC, ein Schiedsrichterraum, Sanitätsräumlichkeiten und ein Büro für die Spielleitung. Ausserdem ist auch ein Technikraum mit einer neuen Heizung geplant. Beat Dünki führt aus:

«Die Elektroheizung ist nicht mehr zeitgemäss, deshalb ist eine Wärmepumpe vorgesehen.»

Zudem bestehe die Option, als Ergänzung eine Fotovoltaik-Anlage auf dem Dach zu installieren. Über das Projekt erfreut ist auch der zuständige Gemeinderat Claudio Lutz: «Es ist schön, dass sich der Verein über die Jahre so entwickelt hat», sagt er. Das neue Garderobengebäude sei zudem vor allem eine Investition in die Zukunft. «Das Projekt ist auf jeden Fall breit abgestützt», sagt Lutz. Die Kosten für das neue Garderobengebäude belaufen sich auf 790'000 Franken, über den Kredit befindet der Souverän an der Gemeindeversammlung vom 11. Juni. Es ist mit einem Beitrag von voraussichtlich rund 100'000 Franken von den Sportfonds zu rechnen, sowie Beiträge von 40'000 Franken vom FC Othmarsingen.