Der neuen Kies Lenz AG steht nichts mehr im Wege: Die Lenzburger und Niederlenzer Ortsbürger haben heute Abend an einer gleichzeitig stattfindenden aussordentlichen Ortsbürgergmeind der Schaffung gemeinsamer Strukturen definitiv zugestimmt. In Niederlenz erfolgte sie einstimmig, in Lenzburg votierten von 119 Anwesenden 6 dagegen.

Während in Niederlenz das Geschäft bereits nach kurzer Diskussion zur Abstimmung kam, musste in Lenzburg zuerst noch ein Rückweisungsantrag ausgeräumt werden. Dieser hatte allerdings bei den anwesenden Ortsbürgern nicht den Hauch einer Chance.

Niemand weiss genau, wie lange der Bauboom noch andauern wird. Klar ist hingegen, dass der Kiesmarkt und der Preisdruck in der Vergangenheit wesentlich härter geworden sind. «Wir spüren einen unglaublich hohen Konkurrenzdruck», sagte Ortsbürgerpräsident Stadtrat Martin Stücheli in Lenzburg. Und weil das «Kies» auch in Zukunft weiterfliessen soll, haben die beiden Kieswerke eine Konzentration der Kräfte beschlossen. Dabei stand eine Fusion jedoch ausser Frage.

Beiden Gemeinden ist die Erhaltung der Souveränität hoch und heilig. An diesem Punkt ist ein früheres Projekt denn auch gescheitert. Künftig wird also die neu zu gründende Kies Lenz AG die Aufbereitung und den Verkauf des Kieses aus den Kieswerken Lenzburg und Niederlenz besorgen. An der neuen Firma sind die Ortsbürger von Lenzburg und Niederlenz mit je 45 Prozent beteiligt und als dritter Partner die Beton Niederlenz-Lenzburg AG mit 10 Prozent.