Lenzburg

Originelle PR-Aktion: Museum Burghalde wirbt mit Wannenmobil

Stiftungsratspräsident Urs F. Meier und Museumsleiter Marc Philipp Seidel eröffnen beim Bahnhof die Wannenparade.

Stiftungsratspräsident Urs F. Meier und Museumsleiter Marc Philipp Seidel eröffnen beim Bahnhof die Wannenparade.

Das Museum Burghalde in Lenzburg, weist auf kreative Weise auf seine neue Sonderausstellung «Saubere Sache» hin. Im Mittelpunkt steht eine Badewanne.

Wer erwartet, dass jeden Moment eine Badenixe aus dem kühlen Nass steigt, irrt. Wasser fehlt in der Wanne auch. Dieses fliesst nebenan im Warteckbrunnen beim Bahnhof Lenzburg. Dennoch: Ein Lockvogel ist die antike Badewanne, frisch bemalt und beschriftet, auf einen alten Leiterwagen gestellt, alleweil. Und zwar für die Sonderausstellung «Saubere Sache» des Museums Burghalde. Vergangene Woche wurde sie in der Museums-Dépendance auf der Seifi eröffnet. Im letzten übrig gebliebenen Gebäude der einstigen Seifenfabrik geht es kaum drei Jahrzehnte nach der Schliessung des Betriebes in Lenzburg um die eigene Geschichte.

Die Badewanne steht nun als innerstädtische Botschafterin für die Ausstellung. Bis im kommenden Frühling wird sie an zehn verschiedenen Orten in Lenzburg um Museumsbe­sucher werben. Start ist beim Bahnhof. Dort haben gestern Urs F. Meier, Präsident der Stiftung Museum Burghalde, und Museumsleiter Marc Philipp Seidel die Tournee der Badewanne eröffnet. «Mit der Aktion wollen wir auf die Sonderausstellung aufmerksam machen», erklärte Meier. Mit dem Wannenmobil will man die Institution in die (neuen) Quartiere tragen. «Das Ziel ist erreicht, wenn die Aktion bei den Leuten etwas zum Klingen bringt», sagte Marc Philipp Seidel. Noch immer sei die Seifi fest mit der Stadt und der Region verbunden. Das zeige sich an den Reaktionen aus dem Volk, wo viele Erinnerungen schlummerten an die Zeit, als es in der Seifi tatsächlich noch schäumte.

Bis am 6.Juli kann die Badewanne beim Bahnhof bestaunt werden. Anschliessend wird sie im Monatsrhythmus gezügelt. Der nächste Standort ist der Freischarenplatz.

Es ist nicht das erste Mal, dass das städtische Museum mit einer mobilen Aktion von sich reden macht. Zur Sonderausstellung der Mundartdichterin Sophie Haemmerli-Marti vor zwei Jahren wurde eine Telefonkabine zu einem fahrbaren Poesiehäuschen umgemodelt.

Über die Herkunft der 100-jährigen antiken Badewanne mit den neckischen Greiffüssen schweigen sich die Museumsverantwortlichen aus. Der Leiterwagen jedoch gehörte einst Urs F. Meiers Urgrossvater. Das Gefährt wurde 2006, als der Aargau Gast am Zürcher Sechseläuten war, für den Umzug hergerichtet.

«Saubere Sache»

Die Sonderausstellung dauert bis am 31.Oktober 2021.

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