Lenzburg
Organisatoren des Lenzburger Laufs hoffen auf einen grossen Geldsegen

Der Lenzburger Lauf feiert heuer sein 30-Jahr-Jubiläum mit einer Charity-Stafette zugunsten der Städtischen Hilfsgesellschaft. Trotz des karitativen Gedankens gehen die Sieger nicht leer aus.

Ruth Steiner
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Am 24. Mai feiert die traditionelle Lenzburger Laufveranstaltung Geburtstag: Vor 30 Jahren wurde sie als Stadtlauf aus der Taufe gehoben. Nun laden die Verantwortlichen Laufbegeisterte zum Mitfeiern ein.

Zum Geburtstag werden die Laufschuhe für einen guten Zweck geschnürt: Bei der Stafette kämpfen Dreierteams um den Charity-Wanderpokal. Der karitative Gedanke steht dabei im Zentrum dieser neuen Laufkategorie. Aus diesem Grund weicht das Startgeld mit 50 Franken pro Teilnehmer von den Ansätzen der übrigen Kategorien ab.

Das hat seinen guten Grund: «Wir hoffen, dass ein grosser Run auf die Charity-Stafette losgeht und diese einen schönen Batzen in die Kasse der Städtische Hilfsgesellschaft Lenzburg spült», sagt OK-Co-Präsidentin Christine Wilhelm.

Ihr Vertrauen in einen möglichst grossen Geldsegen setzen Wilhelm und ihr Präsidiums-Kollege Daniel Taubert in das regionale Gewerbe, in Unternehmen und Institutionen aus der Gegend. Je höher die Teilnehmerzahl, umso grösser die Zuwendung zugunsten der Hilfsgesellschaft.

Die Rechnung dafür ist schnell gemacht. «Das Startgeld wird abzüglich minimaler Fremdkosten vollumfänglich weitergeleitet», betonen Wilhelm und Taubert, die den Lenzburger Lauf – mittlerweile unter dem Patronat des Turnvereins – seit einigen Jahren im Co-Präsidium führen.

Einst Lauftraining fürs Kreisturnfest

Vor dreissig Jahren wurde der Lenzburger Lauf zum ersten Mal durchgeführt. Damals hiess er noch Stadtlauf und war geplant, als Werbetrommel des Turnvereins Satus für das kommende Turnfest in Lenzburg. «Die Leute sollten mit dem Lauf zum zusätzlichen Training animiert werden», weiss Ueli Maurer. Der Niederlenzer hat als erster OK-Präsident den Lauf während eines Jahrzehnts massgeblich mitgeprägt.

In den achtziger Jahren, so erinnert sich Maurer, herrschte ein riesiger Laufboom. Bereits an der ersten Austragung des damaligen Stadtlaufs starteten über 600 Teilnehmer.

Unbürokratisch Hilfe leisten

«Wenn wir nun dreissig Jahre später dieses Lauffieber mit dem Charity-Event würdigen, so hoffen wir zwei Fliegen auf einen Streich zu schlagen», schmunzelt Christine Wilhelm.

Auf der einen Seite könne die Städtische Hilfsgesellschaft als Nutzniesserin mit dem Zustupf in Not geratenen Menschen rasch und unbürokratisch finanzielle Unterstützung leisten. Und auf der andern Seite freue sich der Lenzburger Lauf selbstverständlich über eine weiter steigende Läuferschar.

«Unsere Wohlstandsgesellschaft nimmt oftmals gar nicht mehr wahr, wie viele Menschen da draussen im Alltag finanziell kaum über die Runden kommen und denen beispielsweise die Anschaffung einer neuen Brille bereits ein empfindliches Loch in ihr Budget reisst», begründet Wilhelm den Entscheid des Lauf-OKs.

Wanderpokal für Sieger-Team

«Zum Charity-Lauf wird in Dreier- Teams gestartet. Jeder Teilnehmer rennt 900 Meter rund um die Schützenmatte mit Stabübergabe bei der Mehrzweckhalle.

Informationen zum Lauf und das Anmeldeprozedere gibt die Website www.lenzburgerlauf.ch. «Das schnellste Charity-Laufteam gewinnt einen tollen Wanderpokal.» Dieser ist laut den Laufveranstaltern Ausdruck des gemeinnützigen Engagements ebenso wie der sportlichen Leistung des Staffelteams.

Mehr noch: Der Kelch darf übers Jahr verteidigt werden. Kostenlos. «Dem Siegerteam wird das Startgeld erlassen», unterstreicht die OK-Co-Präsidentin die Absicht, die Charity-Stafette nicht zu einer Eintagsfliege verkommen zu lassen.

Die Trophäe wird übrigens nicht aus den Startgeldern finanziert. Die Verantwortlichen haben mit der Soundgarden Gartmann GmbH, einem Mitglied des lokalen Gewerbes, eine Stifterin für den Wanderpreis gefunden.

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