Möriken-Wildegg
Operette Möriken-Wildeg inszeniert «Die Herzogin von Chicago»

Als 36. Inszenierung bringt die Operette Möriken-Wildegg diesen Herbst Emmerich Kálmáns Operette «Die Herzogin von Chicago» auf die Bühne. Hier treffen die Alte und die Neue Welt musikalisch aufeinander, profitieren aber auch voneinander.

Hanny Dorer
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Konzertmeisterin Eva Noth und Dirigent Bruno Leuschner stimmen mit einem feurigen Csardas auf die neue Produktion «Die Herzogin von Chicago» ein. do

Konzertmeisterin Eva Noth und Dirigent Bruno Leuschner stimmen mit einem feurigen Csardas auf die neue Produktion «Die Herzogin von Chicago» ein. do

Bis sich am 12. Oktober um 19 Uhr zum ersten Mal der Vorhang für die neueste – die 36. – Inszenierung der Operette Möriken-Wildegg für Emmerich Kálmáns Operette «Die Herzogin von Chicago» hebt, wartet eine Menge Arbeit und Engagement auf die Mitwirkenden.

Auch diesmal hat sich der Vorstand der Operette Möriken für ein eher unbekanntes Werk entschieden und bleibt damit der Tradition treu, immer wieder Neues auf die Bühne zu bringen – bisher stets mit Erfolg.

«Es ist sekundär, ob man eine bekannte oder eine unbekannte Operette wählt. Primär ist es, eine gute Inszenierung auf die Bühne zu bringen», erklärte Produktionsleiter Marc Frey am Informationsabend vom Dienstag. Ziel dieses Abends war es, möglichst viele Sängerinnen und Sänger zum Mitmachen im Chor zu animieren und vor allem neue Interessenten auf das Abenteuer «Operette» gluschtig zu machen.

Musikalischer Leiter ist wieder Bruno Leuschner, der auch die Partitur, die ursprünglich für ein Orchester von über 60 Musikern geschrieben wurde, für das 27-köpfige Orchester von Möriken-Wildegg umarbeitet. Einer der Geiger wird zeitweise als Primus auf der Bühne agieren, desgleichen ein Kontrabassist. Konzertmeisterin ist Eva Noth, als Korrepetitorin wirkt erneut Lily Scheck.

Auch Regisseur Thomas Dietrich ist in Möriken kein Unbekannter; die «Herzogin» wird seine dritte Inszenierung auf dieser Bühne sein. Dietrich war es auch, der den Inhalt der Operette in launigen Worten vorstellte und Vorfreude auf dieses den meisten unbekannte Werk weckte.

Als «Ungarin, die auch Charleston kann» stellte Marc Frey de Choreografin Gizella Erdös vor, die mit Nachwuchstänzerinnen aus Zürich den Ballettteil bestreiten wird. Zudem wird sie auch den Solisten und Chormitgliedern einige Tanzschritte beibringen müssen.

Für das Bühnenbild zeichnet zum vierten Mal Kristin Osmundsen verantwortlich, und auch die Kostüme werden wieder von Max Kaiser besorgt, der jeweils jedem Mitwirkenden sein eigenes Kostüm – manchmal sogar mehrere – zusammenstellt. Für die passenden Frisuren und eine perfekte Maske sorgt Fredi Schmid mit seinem Team – dies bereits zum fünften Mal.

Mit einer Ausnahme sind alle Solistenrollen besetzt: Miss Mary Lloyd wird von Nicole Sieger gespielt, die den Anwesenden eine Kostprobe ihrer herrlichen Stimme gab. Die Rolle von Prinz Sandor übernimmt Raimund Wiederkehr, als Prinzessin Rosemarie steht Andrea Hofstetter auf der Bühne, begleitet von Jan-Martin Mächler alias James J. Bondy.

Niklaus Rüegg wird in der Doppelrolle als Benjamin Lloyd und als König Pankraz zu sehen sein, Ronny Spiegel ist Kupp Mihàly, Erwin Heusser spielt den Grafen Bojatzowitch, Erich Zwahlen tritt als Wirt Tihany und Haushofmeister auf und Monica Angelini schlüpft in die Rolle der Edith Rockefeller.

Die Premiere der Operette «Die Herzogin von Chicago» im Gemeindesaal von Möriken findet am Samstag, 12. Oktober 2013 um 19 Uhr statt. Insgesamt sind 25 Aufführungen vorgesehen bis zur Derniere am Samstag, 30. November, ebenfalls um 19 Uhr.