Die Besucher der Spar-Filiale in Niederlenz erlebten kürzlich ein ganz besonderes Dufterlebnis. Maria Lama und Maddalena Maier von Wash-Art präsentierten direkt vor dem Eingang ihr selbst produziertes ökologisches Waschmittel. Auf dem Tisch hatten sie Töpfe aneinandergereiht, fein säuberlich sortiert nach Art des Waschmittels. Hinter dem Tisch standen Maria Lama und Maddalena Maier. In einer Demonstration kochten sie vor Ort eines ihrer Waschmittel, aus dem Topf strömte Lavendelduft.

Vor einem Jahr fing Maria Lama mit dem Mischen ihrer Eigenkreationen an. «Mich hat der chemische Geruch der herkömmlichen Waschmittel immer gestört, also machte ich mich auf die Suche nach Alternativen.» Im Internet fand die 53-jährige Lama diverse Rezepte, die zugehörigen Zutaten wie Soda, Kernseife oder diverse ätherische Öle kaufte sie in einer Apotheke.

Waschmittel aus Lasagneform

In Frühling dieses Jahres hatte Maria Lama einen Stand an einem Flohmarkt in Horgen: «Ich wollte eigentlich nur mein Waschmittel verschenken, um den Leuten zu zeigen, dass es auch ohne Chemie geht.» Mit der Reaktion der Marktbesucher hatte sie jedoch nicht gerechnet. «Ich wurde von Standbesuchern fast überrannt», erzählt sie und lacht.

In den Anfängen hatte sie kaum extra Gefässe angeschafft, Utensilien aus der Küche kamen deshalb zum Einsatz. «Da ich keine passenden Gefässe hatte, habe ich das Waschmittel in eine Lasagneform abgefüllt, Würfel zugeschnitten und diese in Papiertaschen gefüllt.»

Für die geplante Vergrösserung ihres Geschäftes holte Maria Lama dieses Jahr Maddalena Maier ins Boot. «Maddalena und ich kennen uns von der Arbeit im Callcenter. Sie war vom Konzept begeistert und fragte mich, ob sie dazustossen könne, seither sind wir zu zweit.»

Mit Workshop aufklären

Maria Lama ist für das Konzept und die Entwicklung zuständig, Maddalena Maier für die Beratung und die Produktion. Produziert wird das Waschmittel in Niederlenz in der Küche von Maddalena Maier. Kunden können das Waschmittel im praktischen Drei-Liter-Kübeln bestellen. «Wir haben extra darauf geachtet, dass wir einen Behälter haben, der in den Milchkasten passt», erklärt Maddalena Maier.

Nicht nur das Waschmittel ist ökologisch, auch die Behälter. «Für uns hätte es keinen Sinn gemacht, ökologisch zu produzieren, um das Mittel dann in billige Plastikkübel zu füllen. Unsere Behälter sind recyclebar und hitzefest. Dadurch können sie wiederverwendet werden.» Nebst dem fertig gemischten Waschmittel bieten die beiden Kolleginnen auch Workshops und ein dazugehöriges Starterkit an. «Wir wollen die Leute vor allem informieren und sie dazu ermutigen, zu lernen, wie man sein eigenes ökologisches Waschmittel produziert», erklärt Maddalena Maier. Um ihr Waschmittel in der Region bekannter zu machen, verbringen die beiden Frauen den Dezember auf diversen Weihnachtsmärkten im ganzen Kanton. «Wir beginnen am 1. Dezember in Aarburg, die letzte Station ist dann am
16. Dezember in Laufenburg.»