Zum ersten Mal griffen im Rahmen des nationalen «Clean-up-Days» Schüler der Oberstufe zu Abfallsack und Gummihandschuhen. Der «Clean-up-Day» findet offiziell erst am Samstag, 21. September, statt. «Um die Seeuferreinigung mit den Schülern unter der Woche durchführen zu können, haben wir die Aktion vorverlegt», begründet Adrian Müller vom Gemeindewerk Seengen.

In den letzten Jahren seien vor allem Vereine aus dem Dorf am «Clean-up-Day» zur Seeuferreinigung eingesprungen. Dieses Jahr habe sich der Gemeinderat dazu entschieden, die Schule mit einzubeziehen. Müller kenne das Abfallproblem am See aus eigener Erfahrung. «Wir sind rund ums Jahr am Ufer unterwegs.»

Die Abfallmenge sei in den letzten Jahren mit vermehrten Kontrollen durch Polizei, Gemeindewerk und die Hallwilersee-Ranger kleiner geworden. «Die Aktion ist aber trotzdem eine gute Idee. Sie bringt den Schülern die Natur näher, und zeigt ihnen, was Umweltverschmutzung für Folgen haben kann.»

Nicht nur Jugendliche sind Sünder

Neben Gemeinderat und Mitarbeitern des Gemeindewerks waren auch die Hallwilersee-Ranger vor Ort, um mitzuhelfen und den Jugendlichen Fragen über Flora und Fauna zu beantworten. «Es wird viel über die Jugendlichen geklagt, die ihre Freizeit am See verbringen», sagt Barbara Gautschi, eine Rangerin, «doch man muss klar sagen, dass nicht nur sie Abfall liegen lassen.» Die Ranger fänden zum Beispiel auch weggeworfene Windeln. «Nicht das Alter bestimmt, ob man auf die Natur achtet, oder nicht.»

Die Schüler der dritten Sek und zweiten Real wirkten motiviert, als sie zur Seeuferreinigung eintrafen. «Jeder hat schon einmal etwas achtlos weggeworfen» gibt einer der Schüler zu. Es fände es gut, jetzt beim Aufräumen mithelfen zu können. «Es ist eine gute Tat.»