Vierfachmord Rupperswil
Oberstaatsanwalt: «Es sind mehrere dutzend Hinweise eingegangen»

Der Aufruf der Polizei an die Bevölkerung hat sehr viele Rückmeldungen zur Folge gehabt. Die Behörden sind nun daran, diese Hinweise zu prüfen. Weiterhin bleibt es aber völlig unklar, wer den Vierfachmord von Rupperswil begangen hat und weshalb.

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Der Zeugenaufruf und die Flugblätter, die die Kantonspolizei verteilte, haben Wirkung gezeigt: Die Staatsanwaltschaft Kanton Aargau hat viele Hinweise aus der Bevölkerung erhalten, nachdem sie diese zur Mithilfe aufgerufen hatte. Gefragt waren Informationen zu einer möglichen Täterschaft im Vierfachmord von Rupperswil und im Speziellen Beobachtungen, welche im Zusammenhang mit dem Bargeldbezug des späteren Opfer Carla Schauer bei der Hypothekarbank Lenzburg in Rupperswil und der Aargauischen Kantonalbank in Wildegg kurz vor dem Mord vom morgen des 21. Dezember stehen.

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Schüler und Anwohner haben vor dem Haus Kerzen aufgestellt.
Schüler und Anwohner haben vor dem Haus Kerzen aufgestellt.
Schüler und Anwohner haben vor dem Haus Kerzen aufgestellt.
Die Feuerwehr rückte um 11.20 Uhr wegen eines Brands an der Lenzhardstrasse in Rupperswil aus.
Im linken Teil dieses Doppel-Einfamilienhauses hat es gebrannt.
Die Polizei fand darin vier Leichen.
Vor Ort ermitteln Spezialisten der Polizei, Rechtsmediziner und Vertreter der Staatsanwaltschaft zum Brand und der Todesursache der Opfer.
Roland Pfister, Sprecher der Aargauer Kantonspolizei, informiert die Medien.
Nicht nur die Medien sind wegen des Dramas in Rupperswil.
Das Unglück lockte auch zahlreiche Schaulustige an.
Drama in Rupperswil: Mehrere Tote nach Brand in Doppeleinfamilienhaus
Auch das Care-Team Aargau ist vor Ort.
Die Ermittler machen sich bereit, im Innern des Hauses die Spuren zu sichern
Die Feuerwehr ist mit einem Grossaufgebot vor Ort.
Roland Pfister, Sprecher der Kantonspolizei Aargau, informiert die anwesenden Medienschaffenden
Grossaufgebot in Rupperswil
Ein Grossaufgebot von Feuerwehr, Polizei und Ambulanz ist an der Lenzhardstrasse in Rupperswil im Einsatz.

Sandra Ardizzone

Weiter forderte die Polizei Personen auf, welche eine sogenannte "Dashcam" in ihrem Auto installiert haben und sich am besagten Morgen in der Zeit zwischen 7 und 11.30 Uhr in Rupperswil sowie der näheren Umgebung aufgehalten haben, diese Aufnahmen abzugeben.

«Mehrere dutzend Hinweise sind eingegeangen, welche nun abgearbeitet werden müssen», sagte Philipp Umbricht, der leitende Staatsanwalt, zu «TeleM1». Ob diese Hinweise die Ermittlungen weiter bringen, könne zur Zeit noch nicht gesagt werden, so Umbricht weiter.

Wie «TeleM1» berichtet wird von den Ermittlern zudem abgeklärt, ob jene beiden Unbekannten, welche sich am Montag in einer Apotheke in Wohlen wegen Schnittverletzungen behandeln liessen, etwas mit dem Mord zu tun haben.

Bis anhin gibt es jedoch noch keinerlei konkrete Hinweise, wer den Vierfachmord bei dem die 48-jährige Carla Schauer, ihre beiden 19- und 13-jährigen Söhne und die 21-jährige Freundin des älteren Sohnes, begangen haben könnte. (az)

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